• Julia steht kurz vor dem Zusammenbruch und sucht Therapeutin Lisa Zimmermann auf
  • Die Therapeutin erkennt narzisstische Familienstrukturen als Ursache für Julias Krise
  • Was es braucht, um sich von toxischen Strukturen zu lösen und wie Julia es geschafft hat

Als Julia Mertens mit 19 Jahren die Praxis der Berliner Psychotherapeutin Lisa Zimmermann betritt, ist sie am Ende ihrer Kräfte. Sie steht kurz vor ihrem Abitur, schläft kaum, leidet unter Panikattacken und hat das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Das ist mittlerweile 20 Jahre her, doch der Fall ist der Therapeutin in Erinnerung geblieben.

Julia Mertens heißt eigentlich anders. Zum Schutz ihrer Privatsphäre geben wir ihr in diesem Text einen anderen Namen. Alles habe zunächst wie ein Generationenkonflikt zwischen der Schülerin und ihren Eltern ausgesehen, erinnert sich Zimmermann. Doch dann zeigt sich: Es ging um die Beziehung einer narzisstischen Mutter zu ihrer mittlerweile erwachsenen Tochter. Die Therapeutin erklärt die Warnzeichen für narzisstisches Verhalten in Familien – und zeigt auf, warum ein „klassisches Happy End“ oft nicht möglich ist.