Es brennt wie Feuer, wenn der Schmerz aus dem Oberbauch Richtung Hals aufsteigt: Sodbrennen quält etwa jeden Dritten in Deutschland. Doch dieses saure Aufstoßen, oft verbunden mit Halskratzen und Heiserkeit, ist nicht nur lästig, sondern kann – und das wissen viele nicht – sogar zu Krebs führen. Prof. Dr. Alanna Ebigbo, Klinikdirektor für Innere Medizin am Bochumer Universitätsklinikum St. Josef-Hospital klärt darüber auf, welche Warnzeichen es gibt. Und was dann genau zu tun ist.
Herr Prof. Ebigbo, Sodbrennen ist eine Allerweltkrankheit. Wodurch entsteht es eigentlich?
Prof. Dr. Alanna Ebigbo: Dazu ist zunächst zu sagen, dass im Magen ein saures Milieu herrscht. Beim Gesunden verhindert der untere Speiseröhrenschließmuskel (Sphinkter) den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Sodbrennen entsteht, wenn dieser Verschlussmechanismus nicht ausreichend funktioniert, und es wiederholt zum Aufsteigen von Magensäure kommt („Reflux“).






