Neulich musste ich an ein Paar denken, das wegen der Sexsucht des Mannes zu uns kam. „Er will immer mehr“, klagte seine Ehefrau. „Nie ist es ihm genug. Ich fühle mich benutzt.“ Oft zeigt sich in solchen Fällen, dass hinter dieser Wahrnehmung etwas anderes steckt. Denn: Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis und zugleich eines der sensibelsten Themen in Partnerschaften.
Wenn Sexualität ausbleibt oder ein Partner diese als Pflicht empfindet, liegt das selten an einer vermeintlichen Sexsucht des anderen, sondern meist an einer Schieflage der Bedürfnisse: Einer wünscht sich mehr Sex, der andere weniger. Doch woran erkennen Paare ein übersteigertes sexuelles Verlangen – und wann ist die vermeintliche Hypersexualität ein Symptom für ein tieferliegendes Problem in der Beziehung?





