Ein Spermium ist eine der kleinsten Zellen im Körper. Es misst gerade einmal 0,06 Millimeter, trägt jedoch die Hälfte des Bauplans für ein neues Leben in sich. Doch die Winzlinge sind empfindlich: Schon ein paar Wochen mit zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol oder unausgewogener Ernährung genügen und die Qualität der Spermien kippt. Sie schwimmen träge und ihre DNA wird anfällig für Schäden.
Auch die Anzahl der Spermien kann sinken, wenn ungesunde Gewohnheiten zur Regel werden. Wie verschiedene Studien zeigen, ist seit den 1970er Jahren die Spermienanzahl bei Männern weltweit um etwa 60 Prozent gesunken. Ein dramatischer Wert – und einer, der nicht sein müsste, findet Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner und ärztlicher Leiter des Medicum Hamburg. Er erklärt, was die beste Ernährung für gesunde Spermien ist, was die empfindlichen Spermien gefährdet und warum Männer mit Kinderwunsch auf Hitze achten sollten.
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Einen wesentlicher Grund für die sinkende Spermienzanzahl sieht der Experte in unserem westlichen Lebensstil, unter anderem in unserer Ernährung. „Was wir auf dem Teller haben, wirkt sich mehr auf die Fruchtbarkeit aus als viele denken. Und das sowohl bei Männern als auch bei Frauen“, sagt Riedl. Im Gegensatz zu Frauen haben Männer – je nach Ansicht – jedoch einen kleinen Vorteil.






