- Zahlreiche Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck
- Den Blutdruck können Betroffene auch zu Hause überprüfen
- Wie Sie richtig messen und welche Fehler es zu vermeiden gilt
Bluthochdruck ist eine der häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland – und gleichzeitig eine der stillsten. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie erhöhte Werte haben, da sich Symptome oft erst viel später zeigen. Umso wichtiger ist es, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Doch dabei gibt es einiges zu beachten: Falsche Messungen können zu ungenauen Ergebnissen führen und so die Diagnosestellung erschweren. Neue Untersuchungen zeigen, was bei der Blutdruckmessung zu beachten ist.
Blutdruckmessung: Welcher Arm ist der richtige?
Viele Menschen messen ihren Blutdruck meistens am linken Arm. Doch wie Studien zeigen, spielt der richtige Messarm eine entscheidende Rolle. Generell wird empfohlen, den Blutdruck an dem Arm zu messen, an dem bei vorherigen Messungen die höheren Werte festgestellt wurden. Um dies herauszufinden, ist es ratsam, bei den ersten Messungen beide Arme zu vergleichen.
Selbst kleine Ungenauigkeiten bei der Blutdruckmessung können gravierend sein: Bereits ein Unterschied von nur 5 mmHg im systolischen Wert könnte weltweit dazu führen, dass Menschen falsch in die Hypertonie-Klassifikation eingestuft werden. Die Folgen sind enorm: Manche Patienten erhalten Medikamente, die sie gar nicht benötigen, während andere keine Behandlung bekommen, obwohl sie tatsächlich unter Bluthochdruck leiden.
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Neben der Wahl des richtigen Arms für die Blutdruckmessung ist auch der Sitz der Manschette entscheidend. Eine Studie aus der „National Health and Nutrition Examination Survey“ zeigte, dass die automatisch gemessenen systolischen Blutdruckmessungen niedriger waren als die manuellen Messungen – vor allem bei Frauen war der Unterschied deutlich.
Viele Frauen haben einen ausgeprägten Unterschied zwischen dem Umfang des oberen und unteren Arms. Standard-Manschetten passen in solchen Fällen oft nicht optimal: Sie sitzen entweder zu locker oder zu eng und verfälschen dadurch die Messergebnisse. Doch nicht nur das – auch die Manschettengröße hat einen erheblichen Einfluss auf die Genauigkeit der Messung. Die Studie ergab, dass größere Manschetten bei Frauen tendenziell ungenauere Werte liefern. Bei extragroßen Manschetten wichen die automatischen Messwerte im Durchschnitt um 6,4 mmHg nach unten von den manuellen Messungen ab. Bei Männern trat dieser Effekt seltener auf.
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Dieses Ergebnis verdeutlicht ein generelles Problem: Mit zunehmender Manschettengröße nimmt die Abweichung zwischen automatischen und manuellen Messungen zu. Besonders Frauen sowie Menschen mit kräftigem Armumfang oder Übergewicht sind daher einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ungenaue Messwerte zu erhalten. Um Fehlmessungen zu vermeiden, ist es entscheidend, die Manschette individuell anzupassen und sowohl ihren Sitz als auch ihre Größe sorgfältig zu prüfen.








