Kaum erträgliche Hitze am Tag – und auch in den Nächten kühlt es nicht wirklich ab: Verschiedene Länder im Süden Europas kämpfen ungewöhnlich früh mit der ersten großen Hitzewelle des Jahres. In Spanien und Portugal warnten die Behörden vor dem Wochenende vor anhaltend hohen Temperaturen.

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Nun wurde wohl sogar der Rekord geknackt: Im südwestspanischen Ort El Granado unweit der portugiesischen Grenze kletterte das Thermometer am Samstag laut der Wetterbehörde Aemet auf 46 Grad. Nie zuvor war es in Spanien im Juni so heiß. Für einen komplett neuen Rekord reichte es jedoch nicht ganz, denn der Allzeit-Höchstwert des Landes liegt mit 47,7 Grad noch etwas höher.

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Auch im Mittelmeer wurden Höchsttemperaturen gemessen. Laut Aemet war das Wasser vor der Küste der Balearen bis zu 26 Grad warm. Diese Temperaturen würden normalerweise erst im August erreicht. Das langjährige Mittel der Wassertemperatur vor Mallorca liegt im Juni bei 23 Grad.

Hitze auch in Italien: Krankenhäuser behandeln hitzebedingte Probleme

Doch nicht nur Spanien ist betroffen: In Italien galt am Sonntag in 21 Städten die höchste Hitze-Alarmstufe. In den Notaufnahmen sei die Anzahl der Patienten, die wegen hitzebedingter Probleme behandelt wurden, um zehn Prozent gestiegen, erklärte die italienische Gesellschaft für Notfallmedizin. Auch nicht vorbelastete Menschen könnten durch die Hitze beeinträchtigt werden, hatten die italienischen Behörden gewarnt.

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In Frankreich riefen die Behörden wegen der Hitze fast im ganzen Land ebenfalls zu erhöhter Wachsamkeit auf. Die Wetterbehörde rief für Montag die zweithöchste Warnstufe in 84 der 96 Départements aus. Vor Mitte der kommenden Woche wird nicht mit einer Abkühlung gerechnet. In Portugal galt in weiten Teilen des Südens und in der Hauptstadt Lissabon die höchste Warnstufe. Das Waldbrandrisiko ist hoch. 

Nach Angaben von Klimaforschern kommen Hitzewellen aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor, dauern länger an und werden intensiver. Die hohen Temperaturen sind auch für die Tier- und Pflanzenwelt ein Problem. 

nfz/afp