Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMWF) hat seine aktuellen Saisonprognosen veröffentlicht und sie zeichnen ein deutliches Bild: Der Sommer 2025 könnte heiß, trocken und in Teilen sogar extrem ausfallen. Was sich derzeit meteorologisch abzeichnet, erinnert an die großen Dürresommer der vergangenen Jahre – nur noch ausgeprägter.

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Bereits der Juni zeigt in den Berechnungen des EZMWF eine Abweichung von bis zu vier Grad gegenüber dem langjährigen Mittel. Damit würde der Sommer aus klimatischer Sicht schon vor dem Hochsommer entgleisen. Auch in den Folgemonaten bleibt die Wetterlage angespannt. Für Juli und August prognostiziert das Modell Abweichungen von zwei bis drei Grad über dem Mittel. Parallel dazu wird mit unterdurchschnittlichen Regenmengen gerechnet, sodass ein Dürresommer, vergleichbar mit den Jahren 2018 oder 2003, immer realistischer wird.
Dürresignale und extreme Hitzebelastung
Noch deutlicher fallen die Voraussagen der US-Raumfahrtagentur NASA aus. Deren Modell rechnet bereits im Juni und Juli mit Abweichungen von bis zu fünf Grad – ein beispielloser Wert für eine Saisonprognose. Nur der August fällt aus dem Muster: Er soll kühl und nass werden und somit wie ein atmosphärischer Kipppunkt wirken, der dem Sommer ein abruptes Ende bereiten könnte.
Andere Modelle wie das amerikanische CFSv2 zeichnen ein weniger drastisches, aber dennoch besorgniserregendes Bild. Für Südeuropa zeigen die CFSv2-Daten bereits im Juni Abweichungen von bis zu drei Grad, während der Juli und der August diesem Trend folgen. Beim Niederschlag gibt sich das Modell zurückhaltender: Der Juni soll zu trocken ausfallen, die folgenden Monate nahezu normal. Insgesamt ergibt sich somit ein Szenario, das auf einen zu warmen und stellenweise zu trockenen Sommer hindeutet.
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Hitzesommer 2025? Wie zuverlässig ist das EZMWF-Modell wirklich?
Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wie belastbar sind diese Prognosen? Das EZMWF gilt zwar als eines der verlässlichsten Modelle weltweit, neigt im Sommer jedoch mitunter zur Überschätzung. Die Übereinstimmung mit anderen Modellen – darunter dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 81 Prozent für einen überdurchschnittlich warmen Sommer angibt – macht die Botschaft jedoch unmissverständlich: Die Wahrscheinlichkeit eines Hitzesommers ist hoch.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor, den die Forschung zunehmend in den Fokus rückt: der Nordatlantik. Laut dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) kündigt sich ein außergewöhnlich warmer Sommer häufig durch einen mehrjährigen Wärmeanstieg des Atlantiks an – genau diesen Effekt beobachten Wissenschaftler derzeit. Ein neues Modell des MPI-M sieht auf dieser Basis ebenfalls eine klare Tendenz zu einem Hitzesommer im Jahr 2025.
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Extremsommer in Deutschland: Tropennächte und bis zu 40 Grad möglich
Was bedeutet das für Deutschland? Laut EZMWF liegt Deutschland gemeinsam mit großen Teilen Mitteleuropas in der Zone der stärksten prognostizierten Erwärmung. Während der Norden Skandinaviens als klimatischer Gegenpol mitunter kühler und feuchter ausfallen könnte, rückt insbesondere der deutsche Südwesten in den Fokus der Hitzeentwicklung. Dort könnten die Temperaturen im Juli erstmals in diesem Jahr die 40-Grad-Marke erreichen, wie einzelne Modellläufe andeuten.
Zwar bleibt die Zuspitzung aus meteorologischer Sicht nicht ohne Unsicherheit, doch der Trend ist eindeutig: In der Rückschau erscheinen die vergangenen 28 Sommer ausnahmslos zu warm, wenn man das Klimamittel von 1961 bis 1990 als Maßstab nimmt. Auch die Prognosen für 2025 fügen sich nahtlos in diesen Trend ein. Tropennächte, eine Serie von 35-Grad-Tagen und anhaltende Trockenphasen gelten laut Wetterexperten inzwischen als sehr wahrscheinlich.
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Sollte sich die EZMWF-Prognose bewahrheiten, stünde Deutschland ein Saisonverlauf bevor, der in weiten Teilen über das hinausginge, was bislang als „heiß“ galt.








