In Deutschland beginnt der Frühling in diesem Jahr mit außergewöhnlicher Trockenheit. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war das erste Quartal das trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931. Diese Dürre bereitet den Landwirten Sorgen. Gerade zu Beginn der Saison stellt sich zudem die Frage, ob auch zwei der beliebtesten landwirtschaftlichen Produkte betroffen sind: Spargel und Erdbeeren.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Laut dem Verband der Süddeutschen Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) hat die Dürre auf die Spargelernte in Deutschland aber keinen negativen Einfluss. „Die Spargelpflanze stammt ursprünglich aus den mediterranen, trockenen Regionen, wurzelt tief und kommt so gut mit Trockenheit zurecht“, erklärt der Verband. Diese tiefen Wurzeln ermöglichten es dem Spargel, auch bei Wassermangel gut mit Feuchtigkeit versorgt zu bleiben. Junge Spargelpflanzen, die noch keine tiefen Wurzeln gebildet haben, würden gezielt über Tropfschläuche bewässert.
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Trockenheit: Wie sie den Anbau von Erdbeeren beeinflusst
Ähnlich sei es bei Erdbeeren. „Die Trockenheit hat keine Auswirkungen auf die Erdbeerernte“, so der Verband. In den meisten Erdbeeranlagen wird durch Tropfschläuche eine effiziente Bewässerung gewährleistet. Diese sparsame Methode der Wassernutzung helfe, die Pflanzen auch bei wenig Niederschlag gut zu versorgen.

„In Süddeutschland gibt es nur noch etwa fünf Prozent des Erdbeeranbaus ohne Tröpfchenbewässerung und diese Erdbeeranbaugebiete sind in Höhenlagen, wo es öfter regnet“, so der VSSE. Auch in Erdbeeranlagen in Norddeutschland werde häufig mit dieser Methode gearbeitet. „Die Trockenheit und damit die Bewässerung verursachen aktuell mehr Aufwand für die Erdbeeranbaubetriebe, aber auf die Erntemenge und die Qualität der Erdbeeren hat die Trockenheit keine Auswirkungen.“

Karls Erdbeerhof: Trockenheit bietet sogar Chancen
Das bestätigt auch Robert Dahl, Geschäftsführer des Erdbeeren-Anbauers Karls Erdbeerhof. Das Unternehmen arbeitet mit großen Regenbecken, um die Pflanzen mit gespeichertem Regen aus dem Winter zu bewässern. „Beim Pflanzen werden kleine Tropfschläuche in zehn Zentimeter Tiefe gelegt, und darüber werden die Erdbeeren täglich bewässert“, erklärt Dahl. So bleibe der Boden immer leicht feucht.
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Die Trockenheit habe dadurch sogar positive Seiten: „Die Erdbeeren sind derzeit in der Blühphase, und Hummeln und Bienen fliegen bei trockenem Wetter deutlich besser.“ Die Früchte würden so besser bestäubt, größer und qualitativ hochwertiger. Zudem sei zu viel Regen problematisch, weil Erdbeeren schnell faulen können – die Trockenheit biete daher die Chance, gezielt und kontrolliert zu bewässern.




