Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr legen viele Menschen an Gewicht zu. Stress, familiäre Verpflichtungen und ein verlangsamter Stoffwechsel erschweren es, gesund zu bleiben. Doch eine aktuelle Langzeitstudie aus Großbritannien und Finnland gibt Hoffnung: Wer es in der Lebensmitte schafft, ein paar Kilos abzunehmen, kann seine Gesundheit langfristig deutlich verbessern – und sogar länger leben.

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Eine gemeinsame Analyse dreier großer Bevölkerungsstudien, die in dem Open-Access-Journal „Jama“ veröffentlicht wurde, legt nahe, dass ein moderater Gewichtsverlust im Alter zwischen 40 und 50 Jahren das Risiko für schwere Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt oder Krebs deutlich senkt. Mehr als 23.000 Menschen nahmen an den Erhebungen teil.
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Schon moderater Gewichtsverlust schützt vor chronischen Krankheiten
Alle Teilnehmenden waren zu Beginn unter 50 Jahre alt und chronisch gesund. Über mehrere Jahrzehnte hinweg wurde dokumentiert, wie sich ihr Gewicht entwickelte – und welche Krankheiten im weiteren Leben auftraten.
Untersucht wurde unter anderem, ob die Teilnehmenden dauerhaft normalgewichtig blieben, ob sie von Übergewicht zu Normalgewicht wechselten, zulegten oder dauerhaft übergewichtig blieben. Besonders gute Werte zeigte jene Gruppe, die es schaffte, in der Lebensmitte abzunehmen. In der britischen Whitehall-II-Studie entwickelten fast die Hälfte der dauerhaft Übergewichtigen im Laufe der Jahre mindestens eine chronische Erkrankung. In der Gruppe mit Gewichtsverlust war es nur etwa ein Viertel.
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Auch die finnischen Studien bestätigten diesen Zusammenhang. Wer abnahm, erkrankte seltener – und lebte im Fall der Helsinki Businessmen Study auch länger. Die positiven Effekte zeigten sich bereits bei einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von rund 6,5 Prozent. Das entspricht bei 90 Kilogramm etwa sechs Kilo weniger.
Weitere Untersuchungen nötig
Dennoch betonen die Forscher, dass es sich um Beobachtungsdaten handelt. Die Analyse beweist keinen direkten ursächlichen Zusammenhang. Auch ungewollte Gewichtsverluste – etwa durch Erkrankungen – wurden nicht explizit ausgeschlossen. Zudem waren fast alle Teilnehmenden europäischer Herkunft.
Ob sich die Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen lassen, muss in weiteren Untersuchungen analysiert werden.











