Ein paar Kilos mehr auf den Rippen sind in den meisten Fällen nicht gleich Grund zur Sorge – aber was, wenn trotz Sport und gesunder Ernährung die Beine einfach nicht schlanker werden? Das muss nicht an Übergewicht oder Adipositas liegen. Dahinter kann auch eine Krankheit stecken, nämlich die chronische Fettverteilungsstörung Lipödem, an der etwa jede zehnte Frau leidet. Die Dunkelziffer? Vermutlich deutlich höher. Sudabeh Motamedi, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Tauentzien Medical in Berlin, erklärt, woran ein Lipödem erkennbar ist und welche Behandlungsmethoden es gibt.

Das Lipödem ist keine Folge von zu viel Essen oder zu wenig Bewegung. Vielmehr handelt sich um eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der sich Fettzellen vor allem an Beinen und Armen unkontrolliert vermehren, sich Gewebsflüssigkeit ungleichmäßig einlagert und Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, entstehen. Typisch ist „oben schmal, unten kräftig. Viele Betroffene tragen am Rumpf S oder M, unten aber XL oder mehr“, erklärt die Ärztin. Besonders auffällig: schlanke Knöchel – und direkt darüber setzt plötzlich sichtbar mehr Volumen an. Wichtig dabei: Lipödem kann sowohl bei schlanken wie übergewichtigen Frauen auftreten.

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