- Die Zahl besonders großer und schwerer Kinder steigt
- Betroffene Mütter mit sogenannten makrosomen Kindern erzählen von der Geburt
- Mediziner erklären, was das für Eltern und Kind bedeutet und wie sich gegensteuern lässt
Als Felix endlich geboren war, wirkte er auf dem Arm seiner Mutter Ruth wie ein drei Monate altes Kind – und nicht wie ein Neugeborenes. Mit fast 5300 Gramm und 60 Zentimeter Körperlänge „passte er in keine Säuglingskleidung“, erinnert sich seine Mama. Die Geburt war anstrengend: „Es wurde sehr hektisch, weil sich nichts mehr getan hat.“ Nur dank reichlich Unterstützung kam Felix unversehrt und ohne Kaiserschnitt auf die Welt. Er war makrosom, ein sehr großes Baby also.
Eine einheitliche Definition der fetalen Makrosomie, dem medizinischen Fachbegriff für das Phänomen, gibt es nicht. Häufig spricht man bei einem Geburtsgewicht von über vier Kilogramm von makrosomen Kindern. „Das ist die meist akzeptierte Definition“, sagt auch Professor Markus Schmidt. Er sitzt im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und leitet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in den Sana Kliniken Duisburg. Im Gespräch erklärt er, welche Probleme die Größe des Kindes mit sich bringen kann und wie Frauen sich bestmöglich vorbereiten können.





