- Zwanghaftes Verhalten bei Kindern kann ab dem dritten Lebensjahr entstehen
- Eltern können eine Störung häufig nicht als solche ausmachen
- Eine Psychologin über die Warnzeichen und gute Behandlungen
Jeden Morgen vorm Frühstück will sich das Kind die Hände waschen – minutenlang. Ohne geht‘s nicht. Für manche Eltern, deren Kinder auf die Aufforderung zum Händewaschen mit Trotz reagieren, klingt das beinahe wünschenswert. Doch was aussieht wie ein harmloses Ritual, kann der Beginn einer Zwangsstörung sein.
Diese Störungen treten bei Kindern meist auf zwei Ebenen auf, erklärt Psychologin Hildegard Goletz von der Uniklinik Köln: im Verhalten und in Gedanken. „Zuerst fallen oft Zwangshandlungen auf: ständiges Waschen, Kontrollieren, Ordnungs- oder Wiederholungsrituale“, so die Expertin. „Die häufigsten Zwangsgedanken sind etwa die Angst vor Schmutz oder davor, dass anderen etwas Schlimmes passiert.“ Wie man Zwangssymptome erkennt und mit welchem Verhalten Eltern die Probleme ihrer Kinder oft unbewusst verschlimmern.





