- Etwa ein Prozent der Menschen weltweit leidet an Trichotillomanie
- Betroffene reißen sich die Haare aus, doch nur wenige sprechen offen darüber
- Auch Jola ist daran erkrankt und erzählt, welche Lösung sie gefunden hat
Jola Breer war etwa acht Jahre alt, als sie anfing, sich die Haare auszureißen. Zuerst ging es mit den Wimpern los. Mit eigenen Fingern zupfte sie sich eine Wimper nach der anderen von den Rändern ihrer Augenlider ab. Dann waren die Augenbrauen dran und schließlich die Haare am Kopf. Immer wieder zog das kleine Mädchen daran herum, riss die Haare samt der Haarwurzel aus der Kopfhaut heraus. „Ich habe nicht wirklich realisiert, was ich da tue“, erinnert sich die heute 27-Jährige an die Anfänge ihrer psychischen Erkrankung. „Und lange Zeit wusste ich nicht mal, dass es überhaupt einen Begriff dafür gibt.“
Jola Breer leidet unter Trichotillomanie, einem kaum kontrollierbaren Drang, sich einzelne Haare oder auch Haarbüschel auszureißen. Der sperrige Name setzt sich aus den drei griechischen Wörtern zusammen: „thrix“ für Haar, „tillein“ für rupfen, und „mania“ für Wahnsinn. Doch wie kann es überhaupt zu der Erkrankung kommen?






