In ganz Deutschland wird in den nächsten Jahren Glasfaser verlegt. Das moderne Netz soll langfristig den DSL-Internetanschluss ersetzen. Früher oder später muss sich also jeder mit dem Glasfaseranschluss auseinandersetzen.

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Der Ausbau wird hierzulande von rund 300 verschiedenen Anbietern durchgeführt – allen voran die Telekom. Durch die vielen unterschiedlichen Firmen gibt es regional einige Unterschiede. Ein paar allgemeine Tipps und Tricks gelten aber dennoch.
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Glasfaser anschließen: Vertrag am besten frühzeitig abschließen
Glasfaser wird in Deutschland immer gebietsweise ausgebaut. Es werden mehrere Straßen auf einmal an das Netz angeschlossen, teils sogar ganze Kleinstädte auf einen Streich. Wenn ein Gebiet als Glasfaser-Ausbaugebiet auserkoren wird, bekommen die Bewohner das meist recht schnell mit: Es ziehen Vertreter von Tür zu Tür, Werbung flattert in den Briefkasten und es finden Informationsveranstaltungen statt.
Der Grund: Damit der Glasfaserausbau auch wirklich startet, müssen Unternehmen erst einmal eine Mindestanzahl von Interessenten finden. Das sind meist rund 30 Prozent der Haushalte in einem Ausbaugebiet. Das bedeutet: Nur weil man einen Vertrag mit einem Glasfaserunternehmen geschlossen hat, heißt das nicht automatisch, dass auch wirklich Glasfaser gelegt wird.

Glasfaser: Chance auf kostenlosen Ausbau sichern
Einen Glasfaseranschluss gleich in der Ausbauphase zu buchen, hat für Immobilienbesitzer aber einen entscheidenden Vorteil: Sie können kostengünstig und teils sogar kostenlos einen Glasfaseranschluss erhalten, der nachträglich je nach Anbieter 800 bis 3500 Euro kosten könnte.
Dieser kostenlose Ausbau ist meist an einen 24-monatigen Internetvertrag gebunden, den Immobilienbesitzer oder deren Mieter mit einem Glasfaserunternehmen abschließen müssen. Ohne so einen solchen Vertrag ist der Einbau in der Regel nicht kostenlos möglich.
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Der Geld-Ratgeber Finanztip hat diese versteckten Kosten für den Glasfaseranschluss durchgerechnet. Das Ergebnis: Bei den meisten Anbietern zahlt man über die 24-monatige Vertragslaufzeit weniger Geld, als der Anschluss alleine kosten würde – und bekommt natürlich noch 24 Monate Internet dazu.
Danach ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter immer noch möglich. Und genau das empfiehlt Finanztip: Alle zwei Jahre sollte man prüfen, ob man noch die besten Konditionen für seinen Internetanschluss hat.
Fallstricke beim Glasfaserausbau: Dadurch kann es teurer werden
Verbraucher müssen die Verträge für den Glasfaserausbau genau lesen. Manche Anbieter verlegen Glasfaser nämlich nur bis zu einer bestimmten Länge kostenlos. Wenn das eigene Haus weit von der Grundstücksgrenze entfernt steht, kann es zu Mehrkosten kommen.
Auch wenn man den Glasfaseranschluss im Wohnraum an eine bestimmte Stelle verlegen lassen möchte, zum Beispiel weiter weg von der Eingangstür, kann es zu Kosten kommen. Manche Anbieter verlangen zudem, dass man selbst innerhalb der Wohnung den Kabelweg vorbereitet.
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Im Vergleich zu den Kosten eines nachträglichen Glasfaseranschlusses sind das jedoch meist überschaubare Ausgaben. Man sollte sich ihrer aber bewusst sein, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.
Glasfaseranschluss: Finanztip nennt wichtigste Vorteile
Finanztip empfiehlt, grundsätzlich einen Glasfaseranschluss legen zu lassen, wenn man ihn günstig oder kostenlos angeboten bekommt. Denn Glasfaser ist eine Zukunftstechnologie, mit der man langfristig abgesichert ist. Die Technologie kann mit den stetig wachsenden Geschwindigkeitsansprüchen für das Internet mithalten und baut Verbindungen stabil und schnell auf.
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Und es gibt einen weiteren Grund: Sobald die Bautrupps einmal weg sind, kann es lange dauern, bis Bauunternehmen wieder Kapazitäten haben, um ein einzelnes Gebäude an ein lokales Glasfasernetz anzuschließen. Selbst wenn man bereit ist, die Mehrkosten zu tragen, kann das unter Umständen eine viel längere Wartezeit bedeuten.
Steigt durch Glasfaser der Wert meiner Immobilie?
Was ist dran an der Wertsteigerung ihrer Immobilie, die vielen Hausbesitzern von Glasfaseranbietern versprochen wird? Teils ist dabei von einer Wertsteigerung von fünf bis acht Prozent die Rede. Finanztip hat nachgefragt: Weder Anbieter noch Immobilienexperten können erklären, wie die genauen Zahlen zustande kommen. Heißt: Die versprochene Wertsteigerung durch Glasfaser wird nicht durch aussagekräftige Studien untermauert.
Vielmehr kommt es potenziellen Käufern auf die Geschwindigkeit und Stabilität als auf die Technologie an. Ob man mit schnellem Kabelinternet oder Glasfaser stabil im Homeoffice surft, ist für viele Menschen und somit auch Kaufinteressenten zweitrangig. Hauptsache, die Leitung ist stabil.

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Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geldratgeber ist Teil der gemeinnützigen Finanztip Stiftung.






