Der Frühling ist da – und mit dem Blühen der Bäume hat für viele Pollenallergiker die Hochsaison begonnen. Rund 15 Prozent der Deutschen reagieren auf Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern und Gräsern. Sobald die Pollen in die Luft steigen und die Schleimhäute von Nase, Augen oder Mund erreichen, kommt es zu typischen Allergiesymptomen wie Niesen, einer laufenden Nase und geschwollenen Augen.

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Doch nicht nur draußen lauern die Gefahren, auch zu Hause können Pollen schnell für ungewollte Beschwerden sorgen. Doch wie schützt man sich vor der Pollenbelastung im eigenen Heim? Experten empfehlen eine Kombination aus praktischen Maßnahmen und einer gründlichen Anpassung der Wohnumgebung.

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  1. Pollenschutzgitter an den Fenstern: Um zu verhindern, dass die allergieauslösenden Partikel in die eigenen vier Wände gelangen, empfiehlt sich der Einsatz von Pollenschutzgittern. Diese können an Fenstern montiert werden und verhindern, dass Pollen beim Lüften in die Wohnung eindringen. Besonders an Fenstern, die viel Wind abbekommen, können solche Gitter einen spürbaren Unterschied machen.
  2. Kleidung draußen ausziehen: Was tun, wenn man nach einem langen Spaziergang oder der Gartenarbeit mit voller Pollenlast nach Hause kommt? Die Lösung: Die Kleidung, die draußen getragen wurde, nicht einfach in die Wohnung bringen. Am besten zieht man sich draußen oder im Flur um und lässt Pollen nicht unbewusst in die eigenen Räume gelangen – besonders im Schlafzimmer.
  3. Wann ist die beste Zeit zum Lüften?: Auch wenn frische Luft wichtig ist, sollten Pollenallergiker genau auf die richtige Zeit zum Lüften achten. In städtischen Gebieten sollten Fenster in den Morgenstunden geöffnet werden, da hier der Pollenflug meist noch nicht so intensiv ist. Wer auf dem Land lebt, sollte lieber abends lüften, wenn der Pollenflug nachlässt.
  4. Mikrofasertücher und feuchtes Wischen: Einmal im Jahr Großputz machen ist zwar schön und gut, aber für Allergiker ist regelmäßiges Staubwischen und Saugen das A und O. Doch nicht jeder Putzstil ist gleich gut geeignet, besonders für Heuschnupfen-Geplagte. Statt Staub einfach aufzuwirbeln, sollte man auf Mikrofasertücher zurückgreifen, die den Staub besser festhalten. Bodenbeläge aus Teppich sind für Allergiker besonders problematisch. Wenn es gar nicht anders geht, sollten Teppiche möglichst kurzflorig und leicht abzusaugen sein. Glatte Böden können dann am besten feucht oder zumindest nebelfeucht gewischt werden.
  5. Staubsauger mit HEPA-Filter: Staubsauger mit einem HEPA-Filter der Klasse 13 oder 14 sind für Allergiker besonders wichtig, da sie sogar feinste Staubpartikel, darunter auch Pollen, zuverlässig filtern. So wird sichergestellt, dass der Staub nicht wieder in die Luft gelangt. Besonders praktisch: Viele moderne Staubsauger sind mit flexiblen Aufsätzen ausgestattet, die auch schwer zugängliche Stellen unter Möbeln erreichen.

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„Pollen-Inventur“: Auf diesen Einrichtungsstil sollten Allergiker setzen

Allergiker sollten zudem regelmäßig eine „Pollen-Inventur“ in ihrem Zuhause durchführen, um herauszufinden, wo noch Lücken im Pollen-Schutz bestehen. Statt nur einen klassischen Frühjahrsputz zu machen, sollten gezielt Bereiche aufgespürt werden, die potenziell ein Einfallstor für Staub und Pollen darstellen.

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Der Trend zum minimalistischen Wohnen ist für Pollenallergiker besonders empfehlenswert. Wer die Pollenbelastung zu Hause effektiv verringern möchte, sollte auf geschlossene Möbel setzen, in denen sich weniger Staub und Pollen sammeln können. Offene Regale und zu viele Textilien wie Kissen, Decken oder Stofftiere, die sich nur schwer reinigen lassen, gehören besser in den Abstellraum. Je weniger sich in der Wohnung ansammelt, desto besser lässt sich die Luft sauber halten.

Mit dpa