Fünf Jahre nach dem Beginn der Pandemie hat das Thema Corona für die meisten Menschen einen Großteil seines Schreckens verloren. Es werden nur noch sehr wenige Neuansteckungen erfasst und die wenigsten müssen klinisch behandelt werden. Was dagegen bleibt, ist das Risiko für Long Covid. Ein nicht eindeutig zu bestimmender Anteil der jemals an Corona Erkrankten kämpft mit Spätfolgen – etwa Schäden an Organen wie Herz oder Gehirn. Wie gefährlich ist das Coronavirus noch?
Corona: Sars-CoV-2 vergleichbar mit einer Grippe?
Mittlerweile sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO rund zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen vollständig gegen Sars-CoV-2 geimpft, in Deutschland sind laut RKI rund 77 Prozent grundimmunisiert, 63 Prozent haben eine Auffrischungsimpfung. Die Mehrheit der Bevölkerung bundesweit hat eine Covid-Erkrankung mindestens einmal durchgemacht.
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Parallel entwickelt sich das Virus Sars-CoV-2 weiter. Vorherrschend ist aktuell die Omikron-Variante XEC. Forscherinnen und Forscher sehen nach wie vor Risiken, die mit einer Infektion verbunden sind. Die Gefahren sind demnach allerdings nicht vergleichbar mit jenen zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020.

Eine Coronainfektion ist nach Einschätzung von Fachleuten zwar weiterhin deutlich gefährlicher als eine harmlose Erkältung, das Risiko nähert sich aber immer mehr dem einer Grippe (Influenza) an. „Covid-19 und die Grippe fallen jetzt in dieselbe Kategorie“, sagte Leif-Erik Sander, Leiter der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin an der Berliner Charité, dem „Spiegel“. Trotz Unterschieden seien beide Infektionen vergleichbar. „Die Fallsterblichkeit liegt in derselben Größenordnung, wobei sie bei Covid-19 noch immer etwas höher ist“, so Sander.
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Eine aktuelle Studie aus Dänemark, veröffentlicht im Fachmagazin „The Lancet“, kommt zu dem Schluss, dass Sars-CoV-2 weiter gefährlich und auch tödlicher als eine Grippe ist. Die Forscher haben Krankenhaus- und Mortalitätslast (Sterberate) von Covid-19 und der Grippe zwischen 2022 und 2024 verglichen.

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Das Ergebnis: Einerseits sind sich die Symptome von Corona und der Grippe ähnlich, allerdings ist das Coronavirus deutlich gefährlicher als Influenza-Erreger. Im Untersuchungszeitraum mussten immer noch doppelt so viele Menschen mit einer Coronainfektion ins Krankenhaus wie mit Influenza, auf 1000 erkrankte Patienten im Krankenhaus kamen bei Covid 20 Tote mehr im Vergleich zur Grippe.
Wie gefährlich ist eine Coronainfektion noch?
Wie gefährlich eine Coronainfektion im Einzelfall ist, hängt stark von den gesundheitlichen Voraussetzungen ab. Für jüngere Menschen ohne schwere Grunderkrankungen, die zudem durch Impfung und/oder überstandener Infektion einen robusten Immunschutz aufgebaut haben, gilt eine Coronainfektion laut Fachleuten als nicht mehr so gefährlich. Dennoch bleibt ein Restrisiko für eine schwere Erkrankung oder Komplikationen.
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Ein höheres Risiko, schwerer an Corona zu erkranken, haben weiterhin Menschen im höheren Alter sowie jene mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck. Männer sind laut Studien noch immer gefährdeter als Frauen.
Aus diesem Grund empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine jährliche Auffrischung gegen Covid-19
- für Vorerkrankte sowie
- für alle Menschen ab 60 Jahren.
Die Impfstoff-Vorräte sind gesichert. Derzeit befinden sich sieben Millionen Dosen im zentralen Lager des Bundes, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage der „Deutschen Presse-Agentur“ mitteilte. Der Bund kauft demnach keine weiteren Impfstoffe mehr.








