Der Frühling naht, die Blumen erwachen, der Schleim in der Nase läuft fröhlich drauflos: Sobald die Temperaturen steigen, befinden sich auch viele Pollen in der Luft. Gerade für Allergiker wird das zum Ärgernis. Um sich bestmöglich auf den Pollenflug vorbereiten zu können, ist ein besonderes Wissen über die aktuellen „Flugzeiten“ der Pollen von entscheidender Bedeutung. Wer wie stark betroffen ist, unterscheidet sich dabei je nach Pollenart und der jeweiligen Jahreszeit. Doch wann genau sind welche Pollenarten unterwegs?

Was sind Pollen eigentlich?

Bei Pollen handelt es sich um den Blütenstaub verschiedener Bäume, Sträucher und Pflanzen. Dieser Blütenstaub ist wie ein ganz feines Pulver, das aus Körnchen besteht, und für das menschliche Auge nicht sichtbar.

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Durch den Wind oder auch fleißige Insekten werden die Pollen in die Luft transportiert und verbreiten sich in ganz Deutschland. Sehr zum Leidwesen der rund zwölf Millionen Betroffenen hierzulande, die allergisch auf die Pollen reagieren.

Pollenflug-Kalender Hasel: Februar als Problemzone

Laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst kann die Hasel theoretisch vom Dezember bis Mitte Mai blühen und somit Pollen in die Luft abgeben. Die „heiße Phase“ beginnt dabei meist Anfang Januar und reicht bis Anfang April. Die Hauptblüte ist dabei zwischen Februar und Anfang März.

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Wichtig: Alle hier angegebenen Daten beziehen sich auf Durchschnittswerte aus den Jahren 2016 bis 2011, die vom Polleninformationsdienst erhoben wurden. Regional und saisonal können die Situationen in den einzelnen Bezirken Deutschlands natürlich abweichen, also auch länger oder kürzer sein.

Flowers with pollens in the air
So deutlich sichtbar wie auf diesem Foto sind Pollen für das menschliche Auge in der Regel nicht. © iStock | mammuth

Pollenflug-Kalender Erle: Ein halbes Jahr „Ärger“

Besonders problematisch für Allergiker ist die Erle. Sie kann von Dezember bis Mitte Juli blühen und belastet die Betroffenen somit bis zu einem halben Jahr. Am stärksten blüht die Erle zwischen Anfang/ Mitte Februar und Anfang März, aber auch im Januar und bis Ende April ist mit stärkerer Pollenbelastung zu rechnen.

Pollenflug-Kalender Ambrosia: Gefährlicher als Gräserpollen

Die Ambrosia ist aus Nordamerika nach Deutschland eingewandert und gelten laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) als „sehr starker Allergie-Auslöser“. Die Ambrosia beginnt ab Mitte Juli zu blühen, ihre Hauptblüte erlebt sie im August und September. Zu finden ist sie vorrangig am Straßenrand oder in Gärten.

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Da die Beifußblättrige Ambrosie laut LfL nur durch Samenbildung überleben kann, wirft sie besonders viele Pollen ab. Ihr allergenes Potenzial sei deshalb um „ein Vielfaches höher als bei Gräserpollen“. Die Verbreitung der unscheinbaren Pflanze sollte „im Rahmen der Gesundheitsvorsorge“ unbedingt eingedämmt werden, heißt es.

Pollenflug-Kalender Pappel: Kurz, aber intensiv

Erle und Pappel geben sich die botanische Klinke in die Hand. Heißt: Während die ganz intensive Phase der Erle Anfang März endet, geht es zu diesem Zeitpunkt bei der Pappel erst richtig los. Diese Phase dauert bis Mitte April an. Aber: Die Pappel kann auch von Februar bis Ende Mai blühen.

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Pollenflug-Kalender Weide: Fünf Monate Blütenstaub

Die Weide gilt als beliebter Baum in den Gärten der Deutschen und kommt häufig auf Flächen vor, auf denen sich andere Pflanzen eher schwertun. Sie kann grundsätzlich von Februar bis Ende Juni blühen. Die Hauptblüte liegt dabei zwischen Anfang März bis Mitte April.

Pollenflug-Kalender Esche: Knackig und Intensiv

Eschen sind sehr beliebt, nicht nur wegen der schönen Maserung ihres Holzes beim Möbelbau, sondern auch wegen der besonderen Blattform. Weniger beliebt ist die Esche bei den Allergikern: Sie kann von Ende Januar bis Ende Juni blühen, die Hauptphase findet in der Regel Ende März bis Ende April statt.

Hattingen Allergie AOK
Der Klimawandel sorgt dafür, dass die Pollensaison jedes Jahr früher beginnt. Schon jetzt bekommen viele Allergiker Probleme.© AOK/Colourbox/hfr.

Pollenflug-Kalender Hainbuche: Zum Sonnenschein

Etwas später als bei den bisherigen „Übeltätern“ beginnt die Pollensaison der Hainbuche Ende Februar, hält zudem bis Ende Juni an. Am intensivsten blüht die Hainbuche dann von Ende März bis Ende April – ähnlich wie die Esche.

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Pollenflug-Kalender Birke: Wenn es warm wird, geht es los

Die Birke ist deutlich an ihrer weißlich-schimmernden Rinde zu erkennen. Der Baum ist zudem fast überall in Deutschland zu finden, was Allergikern bundesweit zu schaffen macht. Besonders Mitte April sind die Birkenpollen in der Luft. Die Blütezeit kann sich jedoch von März bis Mitte Juli erstrecken.

Pollenflug-Kalender Buche: Der Frühsommer wird hart

Die Buche hingegen hat den Blütezeitraum von Mitte März bis Ende Juni „gebucht“. Besonders belastend ist dabei die Hauptblütezeit, die im Mitte März beginnen kann und bis Ende Juni anhält.

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Pollenflug-Kalender Eiche: Wenn es warm wird, kommt der Blütenstaub

Die Eiche gilt wohl als der traditionsreichste Baum in Deutschland. Sie ziert nicht nur verschiedene Geldstücke, sondern gehört auch zu den Baumarten in Deutschland, die am ältesten werden. Ähnlich alt ist auch der Ärger der Allergiker, die sich mit dem Blütenstaub der Eiche herumschlagen müssen. Die Hauptblütezeit der Eiche reicht von Ende April bis Mitte Mai, kann aber grundsätzlich von März bis Mitte Juli reichen.

Pollenflug-Kalender Kiefer: XXL-Blütephase

Kiefern wachsen fast auf der gesamten Nordhalbkugel. Besonders häufig sind sie in Brandenburg, der Lüneburger Heide und Franken verbreitet. Immerhin: Die Hauptblüte der Kiefer erstreckt sich nur von Ende bis Mitte Mai. Grundsätzlich kann die Kiefer aber von Ende März bis Mitte September blühen.

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Pollenflug-Kalender Gräser: Bis zu einem halben Jahr Pollen

Gräser sind selbstverständlich überall in ganz Deutschland zu finden. Sie sind einer der häufigsten Allergie-Verursacher unter den Betroffenen. Die schlechte Nachricht: Abgesehen von ihrer weitläufigen Verbreitung blühen die Gräser auch mit am längsten überhaupt, nämlich von Mitte März bis Ende Oktober. Die Hauptblüte findet dabei zwischen Ende Mai und Mitte Juli statt.

Pollenflug-Kalender Wegerich: Unkraut mit Heuschnupfen-Gefahr

Wegerich gilt vielerorts als Unkraut. Eine Einschätzung, die Allergiker wohl unterstützen dürften, da der Wegerich-Blütenstaub ebenfalls „schnupfen-auslösend“ wirken kann – und das sogar ganz schön lang. Die Hauptblütezeit reicht von Ende Mai bis Ende August, unter Umständen kann der Wegerich aber auch von Anfang April bis Anfang November blühen.

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Pollenflug-Kalender Roggen: Kurze Hochphase

Roggen ist vor allem für die appetitlichen Brotsorten bekannt, die aus der Getreideart gewonnen werden. Die Blüte wird dabei vielerorts unterschätzt, obwohl sie einen eindeutigen Einfluss auf die Allergie-Saison hat. Roggen blüht „nur“ von Anfang Mai bis Mitte Oktober, wobei die Hauptblüte Ende Mai beginnt und Mitte Juni schon wieder vorüber ist.

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Pollenflug-Kalender Brennessel: Doppelte Belastung

Die Brennnessel gilt nicht nur wegen ihrer brennenden Stiche als Dorn im Auge der Allergiker. Ihr Blütenstaub kann die Pollensaison für Betroffene zudem erschweren. Die Brennnessel blüht intensiv von Ende Juni bis Ende August, kann aber grundsätzlich von Anfang April bis in den November hinein für Blütenstaub in der Luft sorgen.

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Pollenflug-Kalender Beifuß: Gut für die Verdauung, schlecht für Allergiker

Beifuß ist eine Heilpflanze und soll einen positiven Einfluss auf die menschliche Verdauung haben. Der Blütenstaub von Beifuß hat im Zeitraum von Juni bis Mitte November Saison, wobei die Hauptblütezeit zwischen Ende Juli und Ende August liegt.