Nora Yogeshwar ist 14, als sie nach der Impfung gegen die Schweinegrippe plötzlich ständig einschläft. Wenn sie mit ihren Freundinnen herumalbert, fühlen sich ihre Muskeln seltsam an. Und nachts plagen sie beängstigende Bilder. Doch bis sie ihre Diagnose bekommt, dauert es zwei Jahre. Erst dann ist klar: Nora Yogeshwar leidet an Narkolepsie.

„Es ist eine chronische neurologische Krankheit“, erklärt Prof. Dr. Ulf Kallweit, Leiter des Zentrums für Narkolepsie und Hypersomnien in Witten. Er war es, der Nora Yogeshwar diagnostizierte. „Die Schlaf-Wach-Regulation ist dabei gestört, sodass die Betroffenen tagsüber einschlafen, obwohl sie das nicht wollen, und nachts oft wach sind.“

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„Ich habe das damals gar nicht gecheckt. In einem von zehn Fällen ist meine Freundin im Unterricht auch immer eingeschlafen, also dachte ich, es ist normal“, erinnert sich die heute 28-jährige Nora. Aber der Klassenlehrerin seien die Müdigkeitsattacken aufgefallen. „Die ist zu meinen Eltern gegangen und hat gemeint: Irgendwas stimmt nicht.“