• Wann wird die Zeit umgestellt?
  • Deutschland wechselt im März 2025 auf Sommerzeit um
  • Fragen und Antworten zur Zeitumstellung lesen Sie hier

Die Zeitumstellung naht. Deutschland stellt die Uhr auf Sommerzeit. In aller Kürze bedeutet das: Vom 30. März auf den 31. März 2025 werden die Uhren eine Stunde vorgestellt.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Eigentlich hat sich in EU-Umfragen längst eine klare Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Warum also weiter an den Zeigern drehen? Ein Blick auf die Hintergründe und die nächsten Umstellungstermine.

Zeitumstellung: Wann wird die Uhr im Sommer 2025 umgestellt?

Auch im Jahr 2025 findet die Zeitumstellung an zwei Terminen statt: Die Umstellung auf die Sommerzeit erfolgt am letzten Sonntag im März, die Rückkehr zur Winterzeit am letzten Sonntag im Oktober. Konkret: In der Nacht vom 30. auf den 31. März wird die Uhr von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt – die Sommerzeit (MESZ) beginnt.

Im Herbst, in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 2025, wird die Uhr um 3 Uhr wieder auf 2 Uhr zurückgestellt und die „normale“ Mitteleuropäische Zeit (MEZ) beginnt. Die nächste Zeitumstellung erfolgt am 30. März 2026. Dann beginnt die Sommerzeit wieder.

Es ist wieder soweit: Die Uhren werden umgestellt. Doch jedes Jahr stellen sich viele die Frage: Wird die Zeit nun eine Stunde vor- oder zurückgestellt?
Es ist wieder soweit: Die Uhren werden umgestellt. Doch jedes Jahr stellen sich viele die Frage: Wird die Zeit nun eine Stunde vor- oder zurückgestellt?© news aktuell GmbH

Sommerzeit und Winterzeit: Seit wann gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung hat in Europa eine lange Tradition – in Deutschland allerdings erst spät. Während in Italien und Frankreich bereits seit 1966 und 1967 regelmäßig an der Uhr gedreht wird, führte Deutschland die Zeitumstellung erst 1980 ein. Zunächst wurden die Zeiger im April und September, später im März und September umgestellt. Seit 1996 findet die Zeitumstellung in Deutschland – wie auch in anderen EU-Ländern – im März und Oktober statt.

Ursprünglich war die Zeitumstellung eine Reaktion auf die Ölkrise von 1973: Durch die Anpassung der Uhrzeit sollte das Tageslicht besser genutzt und so Energie gespart werden. Ob dieses Ziel erreicht wurde, ist allerdings umstritten. Bereits 2005 kam eine Studie der Bundesregierung zu dem Ergebnis, dass die Energieeinsparung durch die Umstellung von Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) auf Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) kaum ins Gewicht fällt.

Lesen Sie auch

Zeitumstellung: Belastung für die Gesundheit?

Die Zeitumstellung steht immer wieder in der Kritik – vor allem wegen ihrer möglichen Folgen für die Gesundheit. Viele Menschen leiden unter den negativen Auswirkungen des ständigen Wechsels zwischen Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Das zeigt auch eine repräsentative Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) aus dem Jahr 2023: Ein Viertel der 1008 Befragten gab an, schon einmal gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung gehabt zu haben.

Auch interessant

Vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit macht vielen zu schaffen. 63 Prozent der Betroffenen berichten von Schlafstörungen, die durch den veränderten Biorhythmus ausgelöst werden – ähnlich wie bei einem Jetlag. Weitere 36 Prozent klagen über Konzentrationsschwierigkeiten und 32 Prozent fühlen sich gereizt. Bei 19 Prozent der Befragten führte die Zeitumstellung dazu, dass sie morgens zu spät zur Arbeit kamen. Bei 16 Prozent hatte die Zeitumstellung sogar negative Auswirkungen auf die Stimmung bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Warum das Ende der Zeitumstellung noch nicht beschlossen ist

Angesichts dieser Probleme und des fraglichen wirtschaftlichen Nutzens hat das EU-Parlament 2018 eine Bürgerbefragung gestartet, um über eine mögliche Abschaffung der Zeitumstellung zu diskutieren. Das Ergebnis war eindeutig: 84 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich damals gegen das Drehen an den Zeigern aus. Das Europäische Parlament folgte dem Wunsch und beschloss im März 2019 das Ende der Zeitumstellung – ursprünglich geplant ab 2021. Doch die Umsetzung scheiterte an einer grundsätzlichen Frage: Welche Zeit soll künftig gelten? Sommerzeit oder Winterzeit?

Hier konnten sich die EU-Mitgliedstaaten bis heute nicht auf eine einheitliche Linie einigen. Die Folge: Das Thema wird auf europäischer Ebene derzeit nicht weiter verfolgt. Auch die belgische EU-Ratspräsidentschaft sieht keinen Anlass, den Prozess wieder aufzunehmen.

Auch interessant

Hinzu kommen praktische Herausforderungen. Eine dauerhafte Umstellung würde umfangreiche Anpassungen im Verkehrssystem erfordern, etwa bei der Abstimmung von Fahrplänen oder der Vergabe von Slots an Flughäfen. Außerdem könnte ein Ende der Zeitumstellung zu einer weiteren Zersplitterung der drei Zeitzonen in der EU führen. Eine einheitliche Zeitzone von Spanien bis Polen wäre ohne den bisherigen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit kaum realisierbar.