Neben der klassischen Zahnbürste erfreuen sich elektrische Zahnbürsten einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das Sauberkeitsgefühl wie frisch nach der Zahnreinigung, die einfache Handhabung ohne manuelles Schrubben und die optimale Leistung für saubere Zähne sind Vorteile, mit denen sich die strombetriebene Variante der Zahnpflege hervortut. Aber welche elektrischen Zahnbürsten gibt es eigentlich? Und was ist der Unterschied zwischen elektrischen Zahnbürsten und Schallzahnbürsten? Wir klären auf.
Was ist eine elektrische Zahnbürste?
Wer seine Zähne nicht manuell schrubben, sondern lieber automatisch putzen lassen will, kommt nicht um eine elektrische Zahnbürste herum. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zur Handzahnbürste um ein elektronisches Gerät, das über einen Akku läuft. Auf den Körper wird ein Kopf gesetzt, der auf Knopfdruck rotiert oder vibriert, um die Zähne von Schmutz, Plaque und Co. zu befreien. Dafür wird der Bürstenkopf am Zahn angesetzt und über die oberen und unteren Zahnreihen geführt.
Nutzende schätzen an elektrischen Zahnbürsten nicht nur die einfache Handhabe, sondern auch das glatte Gefühl auf den Zähnen, das sich anfühlen kann, als wäre man gerade bei der Zahnreinigung gewesen. Es gibt weitere Vorteile: Elektrische Zahnbürsten sparen Müll, sind dank des Akkus praktisch für unterwegs und lassen sich in Bezug auf die Funktionen optimal auf individuelle Bedürfnisse abstimmen.
Welche elektrischen Zahnbürsten gibt es?
- Rotierend-oszillierende elektrische Zahnbürsten mit rundem Kopf
- Schallzahnbürsten mit länglichem Kopf
- Elektrische Zahnbürsten mit Bluetooth- und App-Funktion
- Ultraschallzahnbürsten
Hierzulande sind neben der klassischen Handzahnbürste sowohl rotierend-oszillierende elektrische Zahnbürsten (rund) als auch Schallzahnbürsten (länglich) beliebt. Auch elektrische Zahnbürsten mit App-Funktion sind gefragt, da sie sich durch die Bluetooth-Verbindung mit Smartphone, Smartwatch und Co. für eine gesunde Zahnpflegeroutine nutzen lässt. Obendrein gibt es auch Ultraschallzahnbürsten, diese sind jedoch weniger verbreitet als die genannten Klassiker. Zudem benötigen sie häufig eine spezielle Zahncreme zur Anwendung, was deutlich aufwendiger sein kann, als die gängigen Modelle zu nutzen.
Worin besteht der Unterschied zwischen einer elektrischen und einer Schallzahnbürste?
Eine Schallzahnbürste hat einen länglichen Kopf und unterscheidet sich dadurch schon äußerlich von einer elektrischen Zahnbürste, die einen runden Bürstenkopf aufweist. Dieser wird beim Putzen an jedem Zahn einzeln angesetzt, um Plaque, Schmutz und Co. gründlich zu entfernen. Die Borsten rotieren von Seite zu Seite und tragen so Schmutz und Rückstände von den Tähnen. Eine Schallzahnbürste bietet dank des längeren Kopfs mehr Fläche, wodurch es nicht notwendig ist, sie an jedem Zahn einzeln anzusetzen. Wer es beim Zähneputzen also gern etwas bequemer hat, liegt mit dieser Variante richtig. Aber Achtung: Schallzahnbürsten vibrieren deutlich stärker, als elektrische Zahnbürsten. Viele Menschen empfinden dies gerade im Mundraum und am Kiefer als unangenehm.


Elektrische Zahnbürste: Putztechnik kann je nach Modell variieren
Bei der Nutzung einer elektrischen Zahnbürste mit rundem Kopf ist es wichtig zu wissen, dass jeder Zahn einzeln geputzt werden muss. Dafür werden die Borsten quasi rundherum über Kaufläche sowie Außen- und Innenseiten des Zahns geführt. Eine Schallzahnbürste funktioniert anders: Dank der starken Vibration und der größeren Borstenfläche wird der Kopf im 45-Grad-Winkel am Zahn angesetzt und kann damit gleich mehrere Zähne gleichzeitig reinigen. Nicht vergessen: immer Kaufläche, Innen- und Außenfläche des Zahns bearbeiten und zusätzlich Zahnseide und oder Interdentalbürsten für die Zahnpflege nutzen.
Sofern beim Putzen zu viel Druck ausgeübt wird, bieten viele elektrische Zahnbürsten mittlerweile eine Druckkontrolle. Auch die Putzdauer lässt sich über Display oder App kontrollieren.
Welche elektrischen Zahnbürsten sind die besten?
Das Angebot an verschiedenen Zahnbürsten, die elektrisch betrieben sind, ist riesig. Führende Marken sind dabei Braun (Oral-B) und Philips (Sonicare). Daher kommt unweigerlich die Frage auf, welches Modell nun das Beste der Besten ist. Wir haben uns die Testergebnisse bei Stiftung Warentest und IMTEST genauer angeschaut.
Elektrische Zahnbürsten bei Stiftung Warentest: Fünf Testsieger im Kurzüberblick
- „Oral-B iO Series 10 Cosmic Black“
- „Oral-B iO Series 4N“
- „Budni Diadent Total Clean Pro“
- „Philips Sonicare 9000 DiamondClean“
- „Müller Sensident Sonic Professional“
In einem Test der Stiftung Warentest von November 2023 wurden 63 elektrische Zahnbürsten ausgiebig geprüft und auf unterschiedliche Faktoren getestet. Dabei schnitt die „Oral-B iO Series 10 Cosmic Black“ Zahnbürste mit einem Qualitätsurteil von 2,0 am besten ab. Die Haltbarkeit und Zahnreinigung wurden im Test am besten bewertet. Preislich ist die Zahnbürste mit rotierend-oszillierendem Kopf im mittleren Segment angesiedelt. Auf dem zweiten Platz landete ein deutlich günstigeres Modell aus dem gleichen Haus: Die „Oral-B iO Series 4N“ Zahnbürste schnitt im Test gleichermaßen mit der Note 2,0 ab und punktete in den gleichen Kategorien, wie ihr Vorgänger. Als Drittplatzierte reihte sich überraschenderweise die elektrische Zahnbürste „Diadent Total Clean Pro“ der Drogeriekette Budni ein. Hier sticht nicht nur der bemerkenswert günstige Preis hervor, auch das Qualitätsurteil von 2,1 und die guten Bewertungen der Zahnreinigung und Handhabe tragen dazu bei.
Während die elektrischen Zahnbürsten mit rundem Kopf im Testurteil der Stiftung Warentest auf dem Siegertreppchen landeten, sicherte sich die Schallzahnbürste „Philips Sonicare 9000 DiamondClean“ den vierten Platz. Das Qualitätsurteil von 2,1 sowie die guten und sehr guten Bewertungen von Handhabe und Zahnreinigung tun dieses Modell hervor. Preislich bewegt sich die Schallzahnbürste eher im mittleren Bereich. Dicht gefolgt von der „Müller Sensident Sonic Professional“, die mit 2,3 abschnitt und zum günstigen Drogeriepreis daherkommt.

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Die Preise fangen meist bei 20 Euro an und können bis über 300 Euro in die Höhe gehen. Im Vergleich sind Schallzahnbürsten zudem meist teurer als elektrische Zahnbürsten mit Rundkopfbürste. Bei Stiftung Warentest zeigt sich: Sowohl Schall- als auch elektrische Zahnbürsten müssen nicht zwangsläufig teuer sein, um beste Leistung zu erbringen.
Elektrische Zahnbürsten bei Stiftung IMTEST: Fünf Testsieger im Kurzüberblick
- „Braun Oral-B iO10“
- „Cumdente ApaCare Sonic Brush“
- „Mate MateBrush“
- „Philips Sonicare ProtectiveClean 4300“
- „Oclean X Ultra S“
Im Test des Verbrauchermagazins IMTEST der FUNKE Mediengruppe wurden acht elektrische Zahnbürsten getestet. Auch hier schnitt ein Modell aus dem Hause Braun auf dem ersten Platz ab: Die „iO10“ Oral-B sicherte sich mit einer Bewertung von 2,4 die Bestplatzierung. Während die fehlenden Ersatzköpfe sowie die hohen Kosten zum Nachkaufen bemängelt wurden, punktete die Zahnbürste mit guter Reinigung, langer Akkulaufzeit und Zubehör wie Etui und App. Die Silbermedaille gewann die „ApaCare Sonic Brush“ von Cumdente mit einem Gesamtergebnis von 2,4. Nachteile waren die fehlende Druckkontrolle sowie App-Steuerung, wobei sich die elektrische Zahnbürste dank der sehr guten Reinigung, günstigem und mitgeliefertem Ersatzzubehör und dem Preis hervortun konnte. Ein im Vergleich eher ungewöhnliches, aber dennoch schickes Modell einer Schallzahnbürste ist Verbrauchern mit der „MateBrush“ von Mate geboten. Hier sorgte neben der sehr guten Putzleistung auch die lange Akkulaufzeit und das enthaltene Zubehör im Vergleich zur fehlenden Andruckkontrolle und App für die gute Bewertung von 2,5.
IMTEST – Das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe
IMTEST bietet Orientierung und Inspiration bei der Auswahl von Produkten und Services des täglichen Bedarfs.
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Auf dem vierten Platz landete die Schallzahnbürste „Sonicare ProtectiveClean 4300“ von Philips, die sich vor allem dank der sehr guten Reinigungsleistung und der langen Akkulaufzeit sowie der Andruckkontrolle hervortat. Nachteile waren hier, dass nur ein Programm verfügbar ist sowie Verbrauchern wenige Einstellungsmöglichkeiten geboten sind. Die Ersatzbürsten sind zudem vergleichsweise kostspielig. Fünftplatzierte ist mit einer Bewertung von 2,6 die KI-betriebene „X Ultra S“ von Oclean. Das Gerät punktete mit guter Putzleistung, beliegendem Etui und umfangreicher App-Unterstützung, wobei als Nachteile die Geräusche, die Akkulaufzeit und teures Zubehör bemängelt wurden.
Was ist besser? Schallzahnbürste vs. rotierende Zahnbürste
In beiden Tests hat sich gezeigt, dass sich die elektrischen Zahnbürsten mit rundem Kopf vor den Schallzahnbürsten auf den vorderen Plätzen einreihten und somit besser abschnitten. Außerdem bleibt anzumerken, dass Schallzahnbürsten im Vergleich deutlich stärker vibrieren. Daher sollten sich potenzielle Käufer und Käuferinnen im Vorhinein bewusst machen, wie entscheidend dieser Faktor beim täglichen Zähneputzen sein kann. Auch wichtig: Wer es bei der Zahnpflege gern „bequemer“ hat, ist mit einer Schallzahnbürste gut beraten. Elektrische Zahnbürsten mit rundem Kopf werden an jedem Zahn einzeln angesetzt, was bei der täglichen Anwendung als „müßiger“ empfunden werden könnte. Grundsätzlich ist ebenso nennenswert, dass hoher Preis nicht gleich bessere Qualität bedeutet. Im Test der Stiftung Warentest sicherten sich günstige Modelle, etwa von Budni oder Müller, vorrangige Plätze und überholten die Marken-Konkurrenz.





