In den USA wurde die Arzneimittelbehörde FDA ein neues Medikament für Menschen mit AD(H)S, also mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) mit oder ohne Hyperaktivität (H), zugelassen: Onydra XR. Das Gute in den Augen von ADHS-Experten: Das Medikament fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) – und das hat gleich mehrere Vorteile.
„Da es nicht auf Betäubungsmittelrezept verordnet werden muss, ist das für die Patienten eine Möglichkeit, leichter an eine Medikation zu kommen“, erklärt Astrid Neuy-Lobkowicz, Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie ist Mitglied im Vorstand des Bundesverband ADHS-Deutschland. Die meisten Psychiaterinnen und Psychiater hätten nämlich gar keine Betäubungsmittelrezepte oder würden sich scheuen, diese auszustellen, so Neuy-Lobkowitz, die selbst von ADHS betroffen ist.
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Beim wohl bekanntesten ADHS-Medikament Ritalin ist das anders. Dessen Hauptinhaltsstoff ist der amphetaminartige Wirkstoff Methylphenidat. Dieser Wirkstoff ist dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt und es besteht, wie bei allen Wirkstoffen die unter das BtMG fallen, grundsätzlich Suchtpotential. Deshalb ist es wichtig, dass Ritalin nur unter ärztlicher Aufsicht und nach genauer Diagnose verwendet wird.






