• Lena und Max waren sechs Jahre lang ein Paar, als sie beschlossen, ihre Beziehung zu öffnen
  • Doch Lenas Parallelbeziehung zerstörte ihre langjährige Liebe
  • Weshalb eine offene Beziehung konkrete Regeln braucht – und auch dann zu Schwierigkeiten führen kann – weiß eine Psychologin

Max, der in diesem Artikel lieber anonym bleiben möchte, lernt Lena 2009 kennen. Sechs Jahre lang führen sie eine monogame Beziehung, dann entscheiden sie sich für eine offene Beziehung, in der auch Sex mit anderen erlaubt ist. „Ich war Lenas erster Freund und hatte immer das Gefühl, dass sie sich gerne noch ausprobieren würde“, erzählt Max. „Wir waren uns sicher, dass wir für immer zusammenbleiben wollten – nur diese eine Komponente fehlte.“ Sechs Monate später trennen sie sich. 

Als Lena und Max ihre Beziehung öffnen, ist sie Mitte zwanzig, er Anfang dreißig. „Unser Freundeskreis bestand damals aus vielen Tänzern und Schauspielern“, erzählt er. „Wir haben viel gefeiert und manchmal kam es auch vor, dass alle miteinander geknutscht haben.“ Nach einem dieser Abende hätten sie am Küchentisch gesessen und über ihre Zukunft gesprochen. „Da sagte sie, dass sie manchmal das Gefühl hätte, nicht genug Erfahrungen gesammelt zu haben“, erinnert sich Max. Statt Eifersucht habe er in diesem Moment großes Verständnis für seine Freundin empfunden. „Mir gefiel die Vorstellung, trotz Beziehung frei zu sein“, erzählt er.

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