Vom Girokonto ohne Kontoführungsgebühr bis zum Bankkonto mit kostenloser Kreditkarte – am Markt gibt es mittlerweile etliche Kontotypen zur Auswahl. Manche davon kann jeder beantragen. Wieder andere sind nur für bestimmte Personengruppen gedacht. Dazu zählen etwa Girokonten für Azubis und Studenten. Dabei ist der Status nicht entscheidend. Vielmehr geht es um das Alter – für ein normales Girokonto muss man volljährig sein.
Girokonto für Jugendliche und Kinder: Was ist unter 18 erlaubt?
Genau hier setzen einige Banken mit ihrem Jugendkonto an – mit Zustimmung der Eltern kann ein Bankkonto eröffnet werden. Für unter 18-Jährige ist das immer kostenlos. Dafür bieten U18-Azubi- oder Studentenkonten nicht den vollen Funktionsumfang. Eine Kreditkarte oder ein Dispokredit sind nicht möglich. Das Jugendkonto beschränkt sich auf die Basisfunktionen wie Überweisungen oder Ein- und Auszahlungen mit der Girokarte (früher EC-Karte).
Mehr Möglichkeiten haben volljährige Azubis und Studenten. Die Zustimmung der Eltern ist dann nicht mehr nötig. Auch ein Dispo oder eine Kreditkarte sind theoretisch möglich, sofern die Bonität ausreichend ist. Verpflichtend ist ein Girokonto für Azubis sowie Studenten nicht. Für das Gehalt in der Ausbildung oder aus einem Minijob kann es aber notwendig werden. Passend dafür werden Girokonten ohne Kontoführungsgebühr angeboten.
Girokonten für Azubis und Studenten: Sparkasse oder Direktbank?
Das Girokonto der ING oder das der DKB ist bis zum 28. Lebensjahr kostenfrei. Auch Kunden über dieser Altersgrenze zahlen nichts, sofern sie ein monatliches Einkommen von mindestens 700 Euro auf ihr Konto bezahlt bekommen. Auch die Norisbank sowie die comdirect werden in Vergleichen häufig als gute Banken für Studenten und Azubis aufgeführt. Wie so oft gilt aber: Das eine beste Girokonto gibt es nicht. Ausschlaggebend sind die eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

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Setzt man eine persönliche Beratung vor Ort voraus? Dann kann ein Girokonto bei der Sparkasse oder einer anderen Filialbank für einen interessanter sein als ein Direktbankkonto. Der Vorteil für Studenten und Azubis: Bei vielen Banken gelten für sie besondere Konditionen. Man muss also nicht zwangsläufig zu einer Direktbank, um die Kontoführungsgebühr zu sparen. Umgekehrt bietet die Direktbank vielleicht passendere Konditionen. Fest steht: Die eine beste Bank für junge Leute gibt es nicht.
| Filialbank | Direktbank | |
| Zugang | Über Filialen und Geldautomaten in wohnortnähe | Primär online oder mobile Apps. |
| Geld abheben | Über Filialen und Geldautomaten in wohnortnähe | Über Partnerbanken und oft Kreditkarten als Standard-Geldkarte |
| Service | Persönliche Beratung und Kundenservice vor Ort | Kundenservice primär telefonisch oder online. |
| Kosten | Tendenz zu höheren Gebühren für Kontoführung und Transaktionen – höhere Betriebskosten | Oft niedrigere Gebühren oder kostenlose Kontoführung – geringerer Betriebskosten. |
| Produktpalette | Kann umfassender sein – einschließlich Versicherungen, Kredite, Anlagen, Girokonten, Tages- und Festgeldkonten | Oft fokussiert auf Kernprodukte wie Girokonten, Kreditkarten, Tagesgeld und Festgeld |
| Einlagensicherung | Über jeweiligen nationalen Einlagensicherungsfonds – in Deutschland 100.000 Euro pro Anleger/Bank | Ist abhängig vom Standort der Bank – im Ausland können abweichende Regelungen gelten |
| Technologie | Mittlerweile große Digitalauftritte – bietet aber auch traditionelle Bankdienstleistungen am Schalter an. | Stark auf Technologie und digitale Lösungen ausgerichtet. |
| Standort | Netzwerk aus Filialen und Geldautomaten im Heimatland | Kann sowohl im Heimatland des Kunden als auch im Ausland ansässig sein – oft vollständig digitale Dienstleistungen |
Girokonto eröffnen: Was gerade junge Kunden beachten sollten
In unserem Guide ‚Girokonto eröffnen‘ erklären wir die einzelnen Schritte zur Kontoeröffnung im Detail. Für Studenten sowie Azubis gibt es keine großen Unterschiede. Auch sie müssen einen Antrag stellen und sich verifizieren. Leistungen wie Dispokredit oder eine Kreditkarte können jedoch eingeschränkt sein. Viele Banken bieten als Alternative zur Kreditkarte aber die Debitkarte an. Diese sind direkt an das Girokonto gekoppelt und werden ebenfalls weltweit als Zahlungsmittel akzeptiert.
Im Unterschied zur normalen Kreditkarte bieten Debitkarten von Mastercard und Visa keinen Kreditrahmen. Auch Bonusprogramme und Versicherungen sind bei Debitkarten eher selten. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Das Girokonto der C24 Bank bietet etwa auch bei der Debitkarte ein Cashback – die Höhe variiert nach Kontotyp. Generell bieten Direktbanken in puncto Zusatzfunktionen oft etwas mehr als Filialbanken. Dafür können Gebühren für das Geldabheben am Automaten anfallen.
Mehr zum Girokonto:
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Azubi- oder Studentenkonto: Nicht der Begriff ist entscheidend – ein Fazit
Viele Banken bieten extra für Azubis und Studenten eigene Kontomodelle an. Besonders bei Filialbanken können diese interessant sein, da hier die normalen Girokonten oft mit einer Kontoführungsgebühr einhergehen – blenden lassen sollte man sich von beiden Begriffen aber nicht. Den automatisch bessere Konditionen bieten diese Girokonten nicht unbedingt. Gerade bei Direktbanken gibt es auch interessante normale Girokonten ohne Gebühr, die auch Studenten und Azubis nutzen können.
Unser Tipp: Neben eigenen Kontotypen für Studenten und Azubis sollte man immer auch normale Girokonten mit in den Vergleich nehmen. Manche Banken bieten auch schon für ein geringes Entgelt mehr Leistungen an. Auch solche Angebote können für junge Verbraucher interessant sein. Grundlegende Funktionen wie bezahlen, überweisen oder Geld abheben bieten alle Girokonten. Die Unterschiede zeigen sich miest nur im Detail.
FAQ Girokonto eröffnen
1. Was kostet ein Girokonto bei der Sparkasse und der Volksbank?
Die Kosten für ein Girokonto bei der Sparkasse und der Volksbank können variieren, da beide Bankengruppen regional organisiert sind und ihre Gebühren selbst festlegen. In der Regel bewegen sich die Kontoführungsgebühren zwischen null und 10 Euro pro Monat – abhängig vom gewählten Kontomodell und den in Anspruch genommenen Leistungen. Es ist empfehlenswert, die aktuellen Konditionen direkt bei der lokalen Sparkasse oder Volksbank zu erfragen oder auf deren Website nachzusehen.
2. Kann man ohne Einkommen ein Girokonto eröffnen?
Ja, es ist möglich, ohne Einkommen ein Girokonto zu eröffnen. Viele Banken bieten dafür Basiskonten an, die speziell darauf ausgelegt sind, jedem Bürger unabhängig von seiner finanziellen Situation den Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen zu ermöglichen. Diese Kontotypen können allerdings eingeschränkte Funktionen haben und monatliche Gebühren beinhalten.
3. Wie viel kostet ein Girokonto im Monat?
Die monatlichen Kosten für ein Girokonto variieren je nach Bank, Kontotyp und den genutzten Dienstleistungen. Während einige Banken kostenlose Girokonten ohne Kontoführungsgebühr anbieten, können andere Konten monatliche Gebühren von bis zu 10 Euro oder mehr haben. Zusätzliche Dienstleistungen wie Kreditkarten oder Überziehungskredite können weitere Kosten verursachen.
4. Was ist bei kostenlosen Girokonten zu beachten?
Bei kostenlosen Girokonten ohne Kontoführungsgebühr ist es wichtig, die Bedingungen genau zu prüfen. Einige Banken setzen für die Gebührenfreiheit bestimmte Bedingungen voraus, wie einen regelmäßigen Geldeingang oder ein Mindestguthaben. Auch können für zusätzliche Dienstleistungen wie Kreditkarten, Überziehungen oder Bargeldabhebungen außerhalb des Banknetzwerks Gebühren anfallen. Es ist ratsam, das Kleingedruckte zu lesen und sich über mögliche Zusatzkosten zu informieren.
5. Werden alle Girokonten der Schufa gemeldet?
Ja, in der Regel werden Girokonten bei der Schufa und anderen Auskunfteien gemeldet. Dies umfasst Informationen über die Kontoeröffnung sowie gegebenenfalls über die Führung des Kontos, wie zum Beispiel eine Kontoüberziehung. Die Meldung an die Schufa dient Banken als Sicherheitsmaßnahme und zur Bewertung der Kreditwürdigkeit. Basiskonten oder Konten ohne Überziehungsmöglichkeit haben jedoch in der Regel einen geringeren Einfluss auf die Schufa-Bewertung.
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