• Autorin Gaby Gutzek kritisiert die gängigen Therapieansätze bei Suchterkrankungen
  • Die Ex-Alkoholikerin erklärt, warum Sucht nichts mit schwachem Willen zu tun hat
  • Welche Tipps Menschen mit Suchtproblematik langfristig wirklich helfen können

Anfangs geht es um bessere Laune, Glücksgefühle, um Entspannung oder einfach darum, Ärger zu vergessen. Irgendwann kann man nicht mehr ohne, braucht immer mehr und der Alltag dreht sich nur noch um den Konsum. Millionen Menschen in Deutschland sind süchtig oder kurz davor. Es geht um Alkohol, Rauchen, Cannabis oder Kokain – aber auch um „Süchte ohne Stoff“, wie die Abhängigkeit von Glücksspiel, Sozialen Netzwerken, Shopping oder Sex.

Doch wir gehen falsch mit Menschen um, die eine Sucht entwickelt haben – und gängige Therapien laufen bei der Mehrheit ins Leere. Das behauptet die Wissenschaftsjournalistin Gaby Guzek. In ihrem Buch „Die Suchtlüge“ (Heyne) warnt die Autorin und Coachin vor „riesigen Denkfehlern“ in der Suchtmedizin. Im Interview erklärt die frühere Alkoholikerin, warum Sucht nichts mit Willenskraft zu tun hat, welche Warnsignale jeder beachten sollte und wie sich eine Sucht bezwingen lässt.

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