Das hat das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de ermittelt. Zum Juni und Juli haben laut Verivox über 100 Gasversorger Preiserhöhungen angekündigt, die durchschnittlich 7,6 Prozent betragen. Der Berliner Gasversorger Gasag hält den Preis zunächst stabil: "Vor Ende August wird es keine Preiserhöhung in Berlin geben", bestätigte Gasag-Sprecher Klaus Haschker der Berliner Morgenpost. Im laufe des Jahres könne es aber durchaus zu Preiserhöhungen kommen, "wir können uns den gestiegenen Kosten nicht entziehen", sagte Haschker.

Erst am Mittwoch hatte Gazprom-Chef Alexej Miller jegliche Hoffnung auf sinkende Preise zu Nichte gemacht. Gazprom habe für Ende 2008 mit einem Preis von 400 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas kalkuliert. Zur Mitte des Jahres liege man jetzt schon bei 410 US-Dollar (264 Euro). "Die Tendenz zur Erhöhung wird anhalten", sagte Miller. Eine Absage erteilte er auch der in Deutschland diskutierten Entkopplung des Gaspreises vom Ölpreis. Man sehe keinen Anlass, dies zu ändern, so Miller.

In diesen Tagen hatte der im Umland aktive Oldenburger Energieversorger EWE zum 1. August eine Gaspreiserhöhung für seine Kunden um 17,4 Prozent angekündigt. Auf einen durchschnittlichen Haushalt würden monatlich rund 20 Euro höhere Kosten zukommen.

woz