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Berlin - Das frühere SED-Politbüromitglied Herbert Häber ist gestern wegen Anstiftung zum Mord an drei Flüchtlingen vom Berliner Landgericht schuldig gesprochen worden. Von einer Bestrafung sahen die Richter aber ab. Häber habe sich in juristischem Sinn strafbar gemacht, weil er im Juni 1985 bei einem Beschluss des SED-Politbüros zur Aufrechterhaltung des DDR-Grenzregimes mitgestimmt habe. Moralisch sei dem heute 73-Jährigen Respekt zu zollen, weil er versucht habe, als Person aus dem obersten Kreis der Macht das Grenzregime zu mildern.

