Dass sich Ralf Beckmann, Cheftrainer des deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), über die deutschen Erfolge bei der bei Schwimm-EM in Berlin besonders freute, ist klar. «Ich bin sehr stolz darauf, dass ich diese Mannschaft führen darf», sagte er und wurde seinerseits mit Komplimenten überhäuft. Beckmann hatte den hohen Erwartungsdruck auf das deutsche Team «sehr bewusst selbst» erzeugt, was ihm größten Respekt einbrachte. Der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident des Deutschen Sportbundes (DSB) Ullrich Feldhoff sagte: «Ralf Beckmann ist für die Positiventwicklung des deutschen Schwimmsports verantwortlich. Wir brauchen mehr Beckmanns im deutschen Spitzensport.»
Nach der Qualifikation in Warendorf 24 Medaillen in Aussicht zu stellen, «war ein Risiko, das ich sehr bewusst eingegangen bin, es war aber eben auch eine Chance», sagte Beckmann dazu. «Ich wollte auf dem Weg nach Barcelona 2003 und Athen 2004 sehen, ob es funktioniert. Und es hat funktioniert.» Wie die 36 Medaillen beweisen.
Für die Leistung von Franziska van Almsick fand Beckmann Superlative: «Weltklasse. Ich habe gewettet, dass sie zurückkommt. Eine großartige Schwimmerin wie sie kommt immer zurück.»


