Deutschland schwimmt vorwärts. Nicht immer und nicht in jeder Disziplin, aber immer öfter. Dank des neuen, viel beschworenen Teamgeists hat man in Europa Oberwasser behalten und den Auftrieb der WM 2001 in Fukuoka bestätigt. Wenn auch die deutschen Chlorwasser-Experten noch zulegen müssen, um im Rennen mit den Weltbesten bei WM und Olympia 2004 mithalten zu können. Vielversprechende Zeiten, große Emotionen waren in den EM-Tagen zu sehen. Wenn auch das mediale Loch nach Tour de France und vor der Bundesliga der EM im Fernsehen Schwimmflügel verliehen hat - die Schwimmer selbst haben die Gunst der Stunde genutzt, sich in Berlin stark zu präsentieren. Das sollte man nicht so schnell vergessen. Schon allein deshalb nicht, weil die EM für lange Zeit die vorerst letzte internationale Meisterschaft in Berlin sein wird, sieht man einmal von der finalen Runde der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen im August ab. Und der Senats-Meisterschaft im Bäderschließen und Sportetatkürzen. Die Schwimmer von Berlin machen Mut - die Zukunft der gern gelobten Sportstadt Berlin ist derweil sehr verschwommen.