Stimulanzien

Dazu gehören etwa Methamphetamine und Amphetamine. Sie finden seit den 50er Jahren Verwendung, erhöhen die Herzfrequenz, schärfen die Sinne und pumpen Blut in die Muskeln. Diese Substanzen werden im Körper nur langsam abgebaut. Man hat das Gefühl, nicht zu ermüden. Im Spitzensport werden Stimulanzien mittlerweile seltener eingesetzt, weil sie leicht nachweisbar sind.

Narkotika

Betäubungsmittel wie Morphine werden verwendet, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken. Es besteht die Gefahr, von den Substanzen abhängig zu werden. Zudem gibt es etliche weitere Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Ebenso wie Amphetamine sind die meisten Narkotika leicht nachweisbar und werden selten verwendet.

Anabolika

Sie sind, gerade im Breitensport, die meistverwendeten Doping-Mittel überhaupt. Eigentlich wurden die Substanzen dafür entwickelt, bei bestimmen Krankheiten den Muskelaufbau zu unterstützen. Beim Doping werden die Mittel teils 100 bis 500 Mal höher dosiert. Neben dem Aufbau von Muskelmasse dienen Anabolika dazu, nach körperlicher Verausgabung schneller zu regenerieren. Die Einnahme hat vor allem bei Frauen verheerende Auswirkungen: Bartwuchs, Unfruchtbarkeit, Vermännlichung und Veränderungen der Psyche. Bei Männern treten unter anderem Akne, Herz- und Kreislauferkrankungen, Leberschäden, Unfruchtbarkeit und ein höheres Krebsrisiko auf.

Peptid-Hormone

Derartige Substanzen sind wichtige Medikamente. Gentechnisch hergestelltes Epo steigert die Zahl roter Blutkörperchen - und damit die Sauerstoffzufuhr - und gehört zu den wichtigsten Medikamenten für Dialyse- und Krebspatienten. Das menschliche Wachstumshormon HGH wird zur Behandlung von Kleinwüchsigkeit eingesetzt. Für Sportler sind Wirkstoffe wie Epo und HGH höchst effektive Mittel zur Leistungssteigerung vor allem bei Ausdauersportarten. Mit vielen Nebenwirkungen. Etwa das Thromboserisiko steigt, zudem verändern sie die Struktur der Organe. Bei den Peptid-Hormonen gibt es immer neue Varianten, die mit Tests nicht erkannt werden.

Mittel der Zukunft

Die meisten Medikamente, die dem Aufbau von Muskelmasse, der Sauerstoffversorgung und der Beeinflussung des Stoffwechsels dienen, sind prinzipiell auch beim Doping einsetzbar. Das sind meist Mittel gegen Volks- und Alterskrankheiten, für die besonders intensiv nach neuen Wirkstoffen gesucht wird. Eine logische Weiterentwicklung ist das Gen-Doping. Dafür müssen ganz neue Testverfahren entwickelt werden.