Wolken
Im Schönwettermachen gelten die russischen Streitkräfte weltweit als Experten: Traditionell vertreiben sie am 9. Mai zum Tag des Sieges über Deutschland im Zweiten Weltkrieg mit einer besonderen Mixtur aus Stickstoff und einer Silberlegierung oder mit einem Zementpuder die Wolken vom Himmel. Nach Angaben der Chefs des meteorologischen Dienstes der Luftwaffe, Oberst Igor Tichonow, verfügt nur Russland über diese Methode. Die konkrete Zusammensetzung des Gemischs ist laut Tichonow abhängig vom Typ der Wolken.
Flugzeuge
Als Schönwetterwaffen dienen Flugzeuge vom Typ Iljuschin und Antonow mit speziellen Schussvorrichtungen. Diese "impfen" die Wolken schon hunderte Kilometer entfernt von dem Ort, über dem der Himmel letztlich blau sein soll. Die Wolken werden entweder abgeregnet oder es fällt Schnee. Angeblich wird die Umwelt dadurch nicht belastet.
Teuer
Dennoch müssen die Teams Schutzanzüge tragen. Ein Einsatz etwa zum Tag des Sieges kostet nach russischen Medienberichten umgerechnet knapp drei Millionen Euro, die Hälfte davon entfällt auf den Materialeinsatz. Bereits seit den 1970er Jahren wird diese Technik - damals noch in abgewandelter Form - angewendet. Traditionell kommen die Wettermacher des Militärs auch zum Tag der Stadt Moskau und anderen besonderen Anlässen zum Einsatz.
dpa

