Luzern - Die ZDF-Show "Wetten, dass...?" hat bereits zwei Absagen einstecken müssen, die in Zusammenhang mit dem Irak-Krieg stehen. Nach der Sängerin Lisa-Maria Presley sagte jetzt auch die US-Amerikanerin Kelly Rowland ihre Reise nach Luzern ab, so ein ZDF-Sprecher gestern. Die Entscheidung, ob die ZDF-Show überhaupt ausgestrahlt werde, soll erst kurzfristig fallen. Die Führungsriege des Mainzer Senders um Intendant Markus Schächter werde voraussichtlich erst morgen auf Grund der aktuellen Entwicklung beschließen, ob die Show ausgestrahlt werde, hieß es gestern aus ZDF-Kreisen.

Moderator Thomas Gottschalk hatte in der "Bild"-Zeitung ebenfalls angekündigt, "kurzfristig" zu entscheiden. "Ich hoffe, dass wir senden können. Ich werde mich allerdings der ZDF-Entscheidung anpassen", sagte der 52-Jährige. "Es kann durchaus sein, dass wir am Samstag um 17 Uhr sagen, unter den Umständen geht es nicht. Ich bin bereit anzutreten. Ich bin das letzte Lagerfeuer der Deutschen, gleichzeitig Fernsehmoderator und denkender Mensch, der nicht ein Programm abspulen kann, egal was um ihn herum passiert." Ein ZDF-Sprecher ergänzte, dass zwischen dem Weltgeschehen auf der einen und der Verantwortung vor dem Zuschauer und dem Gebührenzahler abgewogen werden müsse. Mittlerweile seien ja auch schon hohe Produktionskosten aufgelaufen.

Für die Sängerin Kelly Rowland werden nun die Dixie Chicks aus den USA einspringen. Das ZDF geht davon aus, dass die anderen Gäste, die Schauspieler Katharina Böhm und Armin Rohde, Komiker Rowan Atkinson sowie der Fußball-Teamchef Rudi Völler, dabei sind.

dpa