Was man in Berlin auf Partys so alles erleben kann... Ex-"Denver"-Biest Joan Collins , zarte 73 Jahre alt, hat sich Mittwoch abend bei der "Goldenen Kamera" in Oliver Berben verknallt. "Mein Gott ist der attraktiv. Ich komme gar nicht darüber hinweg", sagte die Collins über den 40 Jahre jüngeren Berliner TV-Produzenten, dem sie im Verlagshaus Axel Springer den begehrten Medienpreis von "Hörzu" überreicht hatte. Alle fünf Minuten erkundigte sich der britische TV-Star bei mehreren Gästen, wo denn der Berben jetzt wieder stecke. "Ich will ihn nicht aus den Augen verlieren", so Joan Collins. Klitzekleines Problem: Die Schauspielerin war mit Ehemann Percy Gibson an die Spree gereist, ein knackiger, 33 Jahre jüngerer Kerl, der Nerven wie Drahtseile zu haben scheint. Jedenfalls sind keine Eifersuchts-Szenen beobachtet worden.

In die Vollen mit dem anderen Geschlecht ging - ganz klar - auch Dustin Hoffman wieder. Backstage, natürlich. Jede Frau, die der Hollywood-Star hinter den Kulissen traf, also in der Maske und in der Garderobe, küßte er überschwenglich und wuschelte ihr durchs Haar. Darunter auch Walli O'Reilly , seine persönliche Maskenbildnerin, die für den Oscar 2005 nominiert ist. Ungeküßt sagte Hofmann, gehe er nicht auf die Bühne, um seinen Preis für die Audi-Werbung abzuholen. Seine Laudatorin Desirée Nosbusch zog er nach dem Knutsch gleich noch auf: "Aha, du heißt No Bush, das klingt wie Not For Bush. Gefällt mir." Daß Hoffman kein Freund des US-Präsidenten George W. Bush ist, daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Im feinen, neuen Journalistenclub von Helmut Schusser , im 19. Stock des Verlagshauses, wo Hoffman mit Goldie Hawn , Geraldine Chaplin und Jerry Lewis zwischen Verleihung und Party relaxte, zog der gelernte Kellner Hoffman eine Küchen-Show ab. Nachdem er alle Töpfe und Pfannen inspiziert hatte, zeigte der Weltstar den weiblichen Servicekräften Lockerungsübungen für "Tablett-geschädigte" Arme. Um Mitternacht schloß er mit Schmuse-Sänger Bryan Adams einen heimlichen Pakt: Die beiden Herren entschieden sich spontan, zur Aftershow-Party der Brit-Awards (Musikpreis) nach London zu fliegen. Um noch schnell Ron Wood von den Stones zu begrüßen... Nächtliches Abfliegen aus Berlin will gut geplant sein, normalerweise. Aber kein Problem für eine Frau wie Beate Wedekind . Die Gala-Organisatorin besorgte einen Limousinen-Shuttle zum Grand Hyatt (wo Adams eigentlich übernachten wollte) und eine Abfluggenehmigung für den Privatjet von Schönefeld nach London-Luton. Beate Wedekind ist es auch zu verdanken, daß Hollywood-Legende Jerry Lewis nach Berlin kam. Die beiden sind seit 22 Jahren eng befreundet, sie lernten sich auf den Filmfestspielen in Cannes kennen. "Ich war sechs Wochen lang Jerrys persönliche Assistentin", sagte sie.

Geraldine Chaplin, Laudatorin für Lewis, beeindruckte den Ehrenpreisträger nachhaltig. Erstens, weil sie während der Verleihung, also kurz vor ihrem Auftritt, die Ullstein-Halle verließ, um jemanden zu finden, der Ihr Abendkleid noch mal aufbügelt. "Ich möchte gern piccobello aussehen, wenn ich einen so großen Star ehre", teilte die Chaplin mit. Nachts rief der Komiker von der Präsidentensuite im Adlon seine Frau in Las Vegas an und berichtete unter Tränen: "Geraldine hat mir erzählt, daß sie ihren Vater Charlie ein letztes Mal hat lachen sehen, als er einen Film von mir sah."

Die Gala wird am 13. Februar (ZDF) um 21.45 Uhr gezeigt.