"Stieger hat nicht nur die Stadtverordnetenversammlung, seine eigene Partei und Fraktion getäuscht, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt", sagte gestern der CDU-Fraktionsvorsitzende Walter Paaschen.
Er erinnerte daran, dass 2009 die Stadtverordnete Ilona Friedland (Linke) wegen Stasi-Vorwürfen habe gehen müssen. Für den 42-jährigen Stieger, der in Brandenburg/H. designierter SPD-Fraktionschef ist, könne nichts anderes gelten. "Die CDU-Fraktion geht deshalb davon aus, dass Herr Stieger zu Einsicht und Vernunft gelangt und umgehend sein Mandat als Stadtverordneter unserer Stadt zurückgibt", sagte Paaschen. Jeder weitere Tag schade dem Ansehen der Stadt.
Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Ralf Holzschuher sagte indes: "Nach Durchsicht der Akte und persönlichen Gesprächen sehe ich keine Veranlassung, Dirk Stieger zur Aufgabe seines Stadtverordnetenmandates aufzufordern." Diese Meinung ist innerhalb der SPD nicht ungeteilt.
ddp


