Mit der Ausstellung "Aktenkundig: Jude!" informiert das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam von Freitag an über die Verfolgung und Ermordung der märkischen und Berliner Juden in der NS-Zeit.

Im Mittelpunkt steht bis 13. April dabei die Beteiligung der Finanzämter als staatliche Verwaltung an der Judenverfolgung. Zugleich werde dokumentiert, wie "breite Teile der deutschen Mehrheitsbevölkerung zu Mitwissern und Profiteuren wurden", sagte Museumsdirektor Kurt Winkler. In der Dokumentation des Brandenburgischen Landeshauptarchivs werden zahlreiche Originalunterlagen der Finanzverwaltung von Berlin und Brandenburg gezeigt, darunter Formulare zur Beschlagnahmung von Eigentum sowie Deportationslisten.

Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10-17 Uhr; Wochenende und Feiertage 10-18 Uhr; Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9. Eintritt 4 Euro, erm. 3 Euro, Schüler 2 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei