Insbesondere die Fluchten des Schwerverbrechers Frank Schmökel hatten den Maßregelvollzug in Misskredit gebracht:

Bereits zum dritten Mal flieht der Sexualstraftäter im Februar 1997. Gemeinsam mit einem Zellennachbarn sägt der 34-Jährige das Gitter eines Fensters der Landesnervenklinik auf. Das Gitter stammt noch aus dem Erbauungsjahr 1912. Zuvor war Schmökel bei Freigängen bereits zwei Mal aus der Nervenklinik entkommen.

Im September 1997 gelingt Schmökel die Flucht aus dem Maßregelvollzug in Neuruppin. Er durchsägt die Gitter seiner Zelle und ist zunächst spurlos verschwunden. Später wird er wieder gefasst.

Im April 1998 seilt sich ein 19-jähriger Sexualstraftäter mit Bettlaken aus der geschlossenen psychiatrischen Abteilung der Landesklinik Brandenburg/H. in die Freiheit.

Im Oktober 2000 flüchtet Frank Schmökel während eines Besuchs bei seiner Mutter in Strausberg erneut aus dem Maßregelvollzug. Der 38-Jährige verletzt dabei einen ihn begleitenden Pfleger lebensgefährlich. Tage später erschlägt er mit einem Spaten einen Rentner. Nach 13-tägiger Flucht stellt ihn die Polizei.