Das private Mauer-Mahnmal am Checkpoint Charlie hat in den vergangenen Monaten eine heftige Debatte über das richtige Gedenken an die Teilung der Stadt ausgelöst. Wir dokumentieren an dieser Stelle eine Auswahl von Stimmen: - Ingeborg Junge-Reyer (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung (26.10.2004): "Die Holzkreuze sind eine Trivialisierung des Gedenkens." - Torsten Wöhlert, Sprecher von Kultursenator Thomas Flierl (1.11.2004): "Das Mahnmal ist zwar gut gemeint, aber es wirkt wie eine Disney-Version des Kalten Krieges."
- Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister (9.11.2004): "Wir sollten uns um die Gedenkstätten kümmern, die wir haben."
- Christina Weiss (parteilos), Kulturstaatsministerin(9.11.2004): "Ich halte weitere Mahnmale zur deutschen Teilung für nicht sinnvoll."
- Alexandra Hildebrandt, Chefin des Mauermuseums und Initiatorin des Mauermahnmals (18.11.2004): "Selbst wenn die Bagger kommen, werde ich mich mit vielen Menschen lieber an die Kreuze ketten, bevor dieser Ort des Mahnens zerstört wird." - Sergej Chruschtschow, Sohn des früheren Sowjetchefs (10.12.2004): "Der Senat darf das Mahnmal nicht zerstören. Es ist nicht nur Erinnerung, es ist auch ein Stück Kunst."
- Brigitte Lange, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion (16.12.2004): "Es wäre furchtbar, wenn die Kreuze blieben. Wir haben Frau Hildebrandt zu lange freie Hand gelassen."
- Joachim Zeller (29.12.2004): "Ich könnte mir vorstellen, daß das Mahnmal stehenbleibt. Es wäre die schlechteste Lösung, die Kreuze jetzt abzureißen."
- Thomas Flierl (PDS), Kultursenator (2.02.2005): "Frau Hildebrandt hat das Mauergedenken nicht erfunden. Das Thema Mauer ist viel zu ernst, um es, wie Frau Hildebrandt, karnevalistisch auszuschlachten und mit historischen Unwahrheiten zu inszenieren."
- Hanns Peter Nerger, Berlin Tourismus Marketing GmbH (29.06.2005): "Wenn Bilder um die Welt gehen, wie Bagger die Mauerkreuze niedermähen, ist das schlecht für Berlin." - Edda Schönherz, Ex-DDR-Häftling (1.07.2005): "Das ist ein würdiges Mahnmal. Wenn es sein muß, lasse ich mich wegtragen."

