Ebenfalls Mitte Februar soll das Stadtbad Neukölln wieder in Betrieb gehen. Mit der Schwimmhalle Fischerinsel in Mitte (Ende April) und der Schwimmhalle Helmut Behrendt in Lichtenberg (September) sollen zwei weitere seit langem geschlossene Anlagen noch in diesem Jahr wieder eröffnen.

Die Bäderbetriebe treiben ihr Sanierungsprogramm auch 2009 weiter voran. Das von Sportsenator Ehrhart Körting (SPD) ausgegebene Ziel ist ehrgeizig. Bis 2011, so die Senatspläne, sollen alle 31 Berliner Hallenbäder vollständig saniert sein. Angestrebt sei, so Körting, alle derzeitigen Schwimmhallen dauerhaft zu erhalten.

Zehn Millionen Euro jährlich stehen dafür seit 2007 aus dem Bäder-Sonderprogramm des Landes zur Verfügung. Zusätzlich sind zwölf Millionen Euro Fördermittel des Bundes und der EU für die energetische Gebäudesanierung der Bäder eingeplant.

Der Löwenanteil davon wird in diesem Jahr in der Schwimmhalle Finckensteinallee, im Schwimmbad Buch und im Kombibad Gropiusstadt verbaut. In diesem und im kommenden Jahr sollen zudem insgesamt sechs Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung in die Bädersanierung fließen.

Dem Vernehmen nach soll davon vor allem das Kombibad Spandau-Süd profitieren. Allein dort liegt der von den Bäderbetrieben ermittelte Sanierungsbedarf bei gut 2,6 Millionen Euro. Insgesamt planen die Bäderbetriebe im Laufe des Jahres mit Geld aus dem Senatsprogramm Baumaßnahmen in 26 Hallen und Freibädern. Die zwölf finanziell größten Brocken des Sanierungsprogramms 2009:

Stadtbad Tiergarten: Unter anderem werden Duschräume saniert, die Elektroanlage und der Beckenumlauf erneuert. Außerdem wird die Wannenabteilung abgerissen. Kosten: 660 000 Euro.

Sommerbad Humboldthain: Leitungen, Wasseraufbereitung und Wärmeerzeugung werden für 550 000 Euro erneuert.

Sommerbad Kreuzberg: Umkleiden, Technikgebäude, Duschen sowie Technik werden für 655 000 Euro saniert.

Stadtbad Schöneberg: Die Sanierung des Gebäudes und der Wasseraufbereitung soll 1,2 Millionen Euro kosten.

Kombibad Spandau-Süd: Die Rekordsumme von 2,6 Millionen Euro soll in die Teilerneuerung der Fassaden, Umkleiden, Duschen, Leitungen und Verkehrsflächen sowie die Grundsanierung der Außenbecken fließen.

Stadtbad Wilmersdorf II: Neue Heizungs-, Lüftungs- und Elektrotechnik kosten 375 000 Euro.

Paracelsus-Bad: Gearbeitet wird an Fassaden und Fenstern, an Saunagarten, Parkplatz, Duschen und Nichtschwimmerbecken. Geschätzte Kosten: 160 000 Euro.

Stadtbad Märkisches Viertel: Neue Türen und die Sanierung der Wasseraufbereitung kosten 200 000 Euro.

Schwimmhalle Finckensteinallee: Zusätzlich zu beantragten Fördermitteln von 4,4 Millionen Euro sollen in diesem Jahr 347 000 Euro Senatsmittel in die Grundsanierung fließen.

Kombibad Gropiusstadt: Aus Landesmitteln fließen 720 000 Euro in die Teilsanierung von Fassaden, Fenstern, Innenwänden, Duschen, Außenbecken und Beschallung. Hinzu sollen 1,5 Millionen Euro Fördermittel für die energetische Sanierung kommen.

Schwimmhalle Allendeviertel: Die Instandsetzung des Daches und die Sanierung von Becken und Wasseraufbereitung sollen 1,2 Millionen Euro kosten.

Schwimmhalle Buch: 170 000 Euro verschlingt allein die planerische Vorarbeit für die ab Sommer geplante Grundsanierung.

Gebaut werden soll 2009 außerdem in den Stadtbädern Mitte und Tiergarten, im Kinderbad Monbijou, im Kombibad Seestraße, in der Schwimmhalle Thomas-Mann-Straße, im Bad am Spreewaldplatz, in der alten und der neuen Halle des Stadtbades Charlottenburg, in den Sommerbädern Wilmersdorf und Am Insulaner, im Stadtbad Tempelhof, im Sportbad Britz sowie in den Schwimmhallen Wuhlheide und Anton-Saefkow-Platz. Für 2010 und 2011 Jahre sind Baumaßnahmen in insgesamt 28 Bädern geplant. Allein die Fertigstellung des Bades an der Finckensteinallee und des Kombibades Seestraße verschlingt noch einmal knapp elf Millionen Euro.

Die komplette Liste der 2009 geplanten Baumaßnahmen in den Bädern finden Sie auf www.morgenpost.de/berlin