Der Schule verwiesen - Das wurde aus ihnen

Kai Feller arbeitet nach dem Rauswurf als Pfleger in der Berliner Stephanus-Stiftung, einer kirchlichen Einrichtung für geistig behinderte Kinder.

Kai Feller

arbeitet nach dem Rauswurf als Pfleger in der Berliner Stephanus-Stiftung, einer kirchlichen Einrichtung für geistig behinderte Kinder. Ab September 1989 besucht er das Kirchliche Oberseminar Potsdam-Hermannswerder. Den Abend des 9. November 1989 verbringt Feller in West-Berlin bei seiner Mutter. Am nächsten Tag, seinem 18. Geburtstag, liest er in der Zeitung, dass seine Strafe aufgehoben ist. Nach dem Abitur studiert er Theologie in Berlin, ist anschließend bis 2002 Vikar in Rostock und seitdem Pastor in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern).

Benjamin Lindner

arbeitet zunächst ebenfalls als Pfleger in der Stephanus-Stiftung und engagiert sich im Weißenseer Friedenskreis, der im Mai 1989 Wahlbetrug bei der Kommunalwahl aufdeckt. Den Abend des 9. November 1989 verschläft er. "Meine persönliche Wende habe ich ein Jahr früher erlebt, sagt Lindner. Nach dem Abitur studiert er Physik in Berlin und ist ab 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität sowie der University of Ottawa in Kanada. Heute arbeitet er als Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden.

Philipp Lengsfeld

studiert nach dem Abitur an der Ossietzky-Oberschule Physik, ist bis 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Großforschungseinrichtung und arbeitet seitdem in Berlin in der Pharmazie. Lengsfeld kümmert sich um nichtstaatliche Schulprojekte und ist Vorstandsmitglied der CDU-Fraktion in der BVV von Pankow.

Katja Ihle

kümmert sich nach der Relegierung um alte Menschen, besucht ab Oktober 1989 den Abiturkurs an einer Abendschule und ab November wieder die Ossietzky-Schule. Sie lebt heute in Berlin.

lbk