US-Wahl

Fünf Vorhersagen: Was Trump laut den "Simpsons" anstellt

Die "Simpsons" hatten recht: Trump wird US-Präsident. Aber was bedeutet das für die USA? Auch das prophezeit die Serie. Ein Check.

2030 wird Lisa Simpson Nachfolgerin von Donald Trump im Präsidentenamt.  Sie ist entsetzt, in welche Situation Trump die USA geführt hat

2030 wird Lisa Simpson Nachfolgerin von Donald Trump im Präsidentenamt. Sie ist entsetzt, in welche Situation Trump die USA geführt hat

Foto: Fox/Youtube

Mittlerweile erinnern sich viele Menschen im Internet daran, wie die US-Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" bereits im Jahr 2000 eine Trump-Präsidentschaft vorhersagten. Es lohnt sich, die Stelle noch einmal genauer anzuschauen. Denn nachdem diese erste Prophezeiung der "Simpsons"-Macher ja nun Realität geworden ist, erhält die Szene neue Relevanz. Es ist nämlich auch zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

Vorhersage 1: Nach Donald Trump wird eine Frau Präsidentin

Man muss aus dem Szenario der Episode "Bart to the Future" einfach weiter die Realität ableiten. In der Folge werfen die "Simpsons" einen Blick in das Jahr 2030. Da wird gerade die erste weibliche Präsidentin ins Amt eingeführt. Bei den Simpsons ist das Lisa Simpson.

In der Wirklichkeit könnte das durchaus Hillary Clinton sein. Frisuren und Kleidungsstil weisen zumindest eine gewisse Ähnlichkeit auf. Falls sie denn noch mal antritt. 2030 wäre die heute 69-Jährige schließlich 83. Wahrscheinlich kommt also eine andere Frau zum Zuge. Sollte Trump im Amt eine schlechte Figur machen - was von vielen erwartet wird - wäre ein deutlicher Wechsel denkbar. Eine Frau könnte diesen wahrscheinlich umso glaubwürdiger vollziehen. Zumal, nachdem die US-Wähler 2016 Trump Hillary Clinton vorgezogen hatten.

Vorhersage 2: Trump schafft zwei Amtszeiten

Die weibliche Simpsons-Präsidentin übernimmt 2030 im Weißen Haus. Und zwar unmittelbar von Trump. Der US-Präsident wird alle vier Jahre gewählt und darf einmal zur Wiederwahl antreten. Zieht man von 2030 eine Amtsperiode ab, kommt man auf das Jahr 2026. Eine weitere Amtszeit zurück liegt das Jahr 2022.

Die Realität hat die Simpsons hier allerdings übertroffen: Trump wurde ja sogar schon 2016 zum 45. US-Präsidenten gewählt. Geht man aber davon aus, dass die Simpsons-Zeitangaben zumindest im Groben stimmen, passen allerdings wunderbar zwei Amtsperioden - also eine Wiederwahl - in die Zeit, bis eine Präsidentin ins höchste Staatsamt kommt. Trump würde eine Wiederwahl also schaffen.

Vorhersage 3: Trump investiert in Bildung

Hier legen die Simpsons sich eindeutig fest. Trump fährt ein massives Investitionsprogramm - und gibt enorm viel Geld für die Bildung aus. Das deckt sich zumindest insofern mit der Wirklichkeit, als Trump tatsächlich erhebliche Investitionen angekündigt hat - vor allem in Amerikas Infrastruktur.

Es wäre allerdings eine Überraschung, wenn er ausgerechnet für die Bildung so viel Geld übrighätte. Schließlich wollte Kontrahentin Hillary Clinton Kindern aus sozial schwachen Familien den Zugang zu Universitäten erleichtern. Und Trump nicht. Gleichwohl: Trump muss die USA nun einen, auch Clinton-Wähler erreichen. Vielleicht behalten die Simpsons also recht. Damit wären wir bei...

Vorhersage 4: Trump ruiniert den US-Haushalt

Präsidentin Simpson bekommt anhand einer Grafik vorgeführt, wie massiv Donald Trump das Land verschuldet hat. Die USA sind pleite. Man musste erhebliche Kredite sogar bei befreundeten Staaten aufnehmen. Tatsächlich hat Trump viel versprochen. Allein die angekündigte Mauer, die er an der Grenze zu Mexiko bauen lassen will, wäre sehr teuer. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko schlängelt sich über 3200 Kilometer dahin.

Der Rio Grande bildet aber über viele hundert Kilometer eine natürliche Grenze. Es blieben 1600 Kilometer, die mit einer Mauer zu schließen wären. Die Mauer soll laut Trump mindestens 12 Meter hoch sein und aus Beton und Stahlstreben bestehen. Einer Schätzung der Firma Bernstein Research zufolge würden allein Beton und Zement für die Mauer rund eine Milliarde Dollar kosten.

Hinzu kämen natürlich die erforderliche Arbeitskraft und die Kosten für den Transport des Baumaterials. Insgesamt geht die Schätzung von 15 bis 25 Milliarden Dollar aus, die für Mauerbau nötig wären, wenn Trump sie tatsächlich durchsetzt. Auch die Instandhaltung eines 1600 Kilometer langen Bauwerks ist natürlich teuer. Und bewacht werden müsste die Mauer wohl auch.

Trump versprach außerdem erhebliche Steuersenkungen. Das würde auch dramatische Mindereinnahmen bedeuten. In der Tat: Dass Trumps Präsidentschaft die US-Verschuldung heftig nach oben treibt, ist realistisch.

Vorhersage 5: Einen großen Krieg, womöglich mit Atombomben, gibt es mit Trump nicht

Von einem großen Krieg ist bei Präsidentin Simpsons Treffen mit ihren Beratern keine Rede. Zweifelsohne wäre ein solch einschneidendes Ereignis bei der Übergabe der Amtsgeschäfte Thema gewesen - wenn es denn stattgefunden hätte. Sorge, dass Trump mit dem "Atomkoffer" und den darin befindlichen Codes Unfug anstellt, sind also unbegründet. Zumindest, wenn es nach den Simpsons und ihren Machern geht.

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