US-Präsident Donald Trump

So sagten die Simpsons den Sieg von Trump voraus

In der Folge "Bart to the Future" sagten die "Simpsons" Trump als Präsidenten voraus. Später legten sie sogar nach. Die besten Szenen.

So sehen die "Simpsons" Donald Trump als US-Präsident

So sehen die "Simpsons" Donald Trump als US-Präsident

Foto: fox tv

Der Hinweis, dass die "Simpsons" im Jahr 2000 tatsächlich Donald Trump als US-Präsidenten vorhergesagt haben, hat noch vor einigen Stunden eher für Heiterkeit gesorgt. Inzwischen bleibt so manchem das Lachen im Halse stecken. Denn nun ist es Realität: Donald Trump wurde zum 45. Präsidenten der USA gewählt.

Schauen wir noch einmal zurück auf die Folge "Bart to the Future". In der darf die gelbe Zeichentrickfamilie einen Blick in das Jahr 2030 werfen. Was sie dort sehen: Die erste weibliche Präsidentin der USA - und das ist Lisa Simpson, die intellektuell veranlagte Tochter von Homer und Marge. Gezeigt wird ihr Amtsantritt im Weißen Haus. Zu diesem Anlass kommt sie mit ihren Beratern zusammen. Die haben schlechte Nachrichten für sie: Ihr Vorgänger hat das Land ruiniert, einen Schuldenberg hinterlassen. Bei diesem Vorgänger handelt es sich um Donald Trump.

Erstaunlich, dass das, was vor 16 Jahren eine völlige Überzeichnung war, nun Wirklichkeit ist: Ein US-Präsident Trump, demokratisch gewählt von den Bürgern der USA.

Der Gag kam damals gut an beim Fernsehpublikum. Also legten die "Simpsons"-Macher noch mal nach. In einer Folge vom 7. Juli 2015 - kurz nachdem Trump im wahren Leben seine damals von vielen belächelte Kandidatur bekannt gab - ist zu sehen, wie Homer Simpson im Traum im Wahlkampf hinter Trump im "Trump Tower" eine Rolltreppe hinabfährt. Anhänger jubeln Trump mit Plakaten zu. Plötzlich verfängt Homer sich in Trumps Haaren. Er wacht erst wieder auf, als er mit ihm auf einer Bühne vor einer jubelnden Masse steht.

Beide Szenen ereigneten sich auch in der Realität: Sowohl fuhr Trump im Wahlkampf die von den Simpsons zitierte "Trump Tower"-Treppe hinab, als auch sprach Trump in einer ganz ähnlichen Szenerie von einem Podium zu seinen Anhängern - schräg hinter ihm steht statt Homer allerdings Chris Christie, Gouverneur von New Jersey.

"Simpsons" gaben in TV-Spot Wahlempfehlung

Vielleicht erschraken die "Simpsons"-Produzenten selbst über ihre Prophezeihung. Vor der Wahl schufen sie jedenfalls einen TV-Spot, in dem sie Partei für Hillary Clinton ergriffen - eine klare Wahlempfehlung.

Homer und Marge unterhalten sich über die Frage, wem man wohl am ehesten trauen könne, wenn der US-Präsident mitten in der Nacht in einer Krisensituation aus dem Schlaf gerissen wird. Für die ihm telefonisch mitgeteilte Bedrohung durch die chinesische Flotte hat Donald Trump im präsidialen Bett gerade keinen Nerv. Er formuliert schließlich gerade bei Twitter eine Beleidigung für die demokratische Senatorin Elisabeth Warren.

Neben Trump liegt übrigens ein Buch mit Hitler-Reden auf dem Kopfkissen. Doch Präsident Trump gibt dann doch Befehle aus. Der "mächtigste Mann der Welt" verlangt also: „Schreib meinen Namen auf das Lincoln-Memorial, lasst Chris Christie Würmer essen, nur zum Spaß, und macht mir ein paar Rühreier auf einem goldenen Teller.“

Dann macht Trump sich aber doch fertig für seinen Einsatz im "Situation Room" - zuvor muss aber erst mal reichlich Gesichtsbräuner für den orangen Teint aufgetragen werden. Als Haarteil setzt man ihm einen wuscheligen Hund auf den Kopf. Fertig ist der einsatzbereite Präsident Trump.

Was für Marge eine Horrorvision ist, scheint Homer nicht zu kümmern. Im Ehebett gibt er zu, Trump wählen zu wollen. Marge, wie immer mäßigende Stimme der Vernunft, drängt ihn, die Demokraten zu wählen. Aber die amerikanischen Wähler haben auf Marge Simpson und deren Schöpfer wohl einfach nicht gehört.