Umfrage

Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an Wahlsieg Steinbrücks

63 Prozent der Deutschen sehen Kanzlerin Merkel vorn. Bei einer Direktwahl würden nur 37 Prozent für Steinbrück votieren.

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, muss bei den Bundesbürgern noch viel Überzeugungsarbeit leisten: Mit 63 Prozent glauben fast zwei Drittel der Deutschen nicht, dass Steinbrück tatsächlich Bundeskanzler wird, wie eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von „Bild am Sonntag“ ergab. Demnach erwarten nur 27 Prozent der Befragten, dass Steinbrück im nächsten Jahr tatsächlich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ablöst.

Rot-Grün käme zusammen nur auf 40 Prozent – die derzeitige Regierungskoalition trotz der Schwäche der FDP (fünf Prozent) hingegen auf 42 Prozent. Die Linkspartei kommt auf acht Prozent, die Piraten auf sechs Prozent. Die Sonstigen landen bei vier Prozent. Insgesamt gab es in dieser Woche keine Veränderung zur Vorwoche.

Würde der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt werden, läge der Ex-NRW-Ministerpräsident gegen Merkel weiter deutlich im Rückstand: Für die CDU-Chefin würden demnach 46 Prozent votieren, für Steinbrück nur 37 Prozent. 59 Prozent halten Steinbrück indes für eine gute Kandidatenwahl der SPD. 26 Prozent finden das nicht. Emnid befragte am Freitag insgesamt 500 Menschen.

Steinbrück lässt sich von den aktuellen Umfragewerten nicht beeindrucken. „Na, es nähert sich an“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Unionfraktionschef Volker Kauder kommentierte die Zahlen an gleicher Stelle: „Die Bundeskanzlerin genießt das Vertrauen der Bürger - gerade was die Bewältigung der Euro-Schuldenkrise angeht. Das zeigen alle Meinungsumfragen. Das wird bei der Bundestagswahl entscheidend sein.“

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