Ulrich Birkenheier

MAD-Chef weist Vorwürfe in NSU-Affäre zurück

Ulrich Birkenheier versichert: „Der MAD hat zu keinen Zeitpunkt die Absicht gehabt, Herrn Mundlos als Quelle anzuwerben.“

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Der Präsident des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, seine Behörde habe die Aufklärung der NSU-Affäre verschleppt. „Das MAD-Amt bemüht sich immer, die Akten umfassend und so schnell wie möglich dem Untersuchungsausschuss zukommen zu lassen“, sagte Ulrich Birkenheier am Dienstag nach einer Sitzung des Bundestagsgremiums in Berlin. Die Obleute aller Fraktionen hatten dem MAD zuvor vorgeworfen, die Befragung des früheren Bundeswehrsoldaten und späteren Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos ein halbes Jahr verschwiegen zu haben.

Bei dem Gespräch im März 1995 war Mundlos vom MAD gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, Informationen aus der rechten Szene an Geheimdienste weiterzugeben. Mundlos verneinte das. Birkenheier wollte das ausdrücklich nicht als Versuch verstanden wissen, den späteren Terroristen als bezahlten V-Mann anzuwerben. „Der MAD hat zu keinem Zeitpunkt die Absicht gehabt, Herrn Mundlos als Quelle anzuwerben“, sagte er. Es habe lediglich festgestellt werden sollen, inwieweit sich der damalige Bundeswehrsoldat von der rechten Szene gelöst habe.