Der CDU-Spitzenkandidat für die NRW-Wahl, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, wird einer Zeitung zufolge nicht in die Landespolitik wechseln. Wie „Bild" unter Berufung auf Kreise um den Minister berichtet, bekräftigte Röttgen diese Entscheidung am Wochenende gegenüber Vertrauten.

FDP-Chef Philipp Rösler hatte Röttgen vorgeworfen, kein wirkliches Interesse an Nordrhein-Westfalen zu haben, weil er sein Ministeramt nicht aufgeben wolle.

Röttgen selbst ließ die Frage nach einem dauerhaften Wechsel am Wochenende offen. „Ich kämpfe um den Posten des Ministerpräsidenten. Alles weitere werden wir nach der Wahl gemeinsam entscheiden“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Der Zeitung zufolge scheiterte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Versuch, ihren Parteivize zu überzeugen.

„Bild“ berichtete zudem ohne Angabe von Quellen, Röttgen wolle den ehemaligen CDU-Vize Friedrich Merz für sein Schattenkabinett gewinnen.

Die rot-grüne Landesregierung hatte am Mittwoch für ihren Haushalt keine Mehrheit im Landtag gefunden und daraufhin Neuwahlen am 13. Mai in die Wege geleitet.

Reuters/cl