Die Union fällt im Ansehen der Wähler weiter zurück. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL verliert sie zum zweiten Mal in Folge einen Punkt und sinkt auf 36 Prozent. Die FDP bleibt mit drei Prozent im Umfragetief.

SPD und Grüne bleiben unverändert und liegen weiterhin bei 26 beziehungsweise 15 Prozent. Mit zusammen 41 Prozent haben sie nun einen Vorsprung von 2 Punkten vor Union und FDP, die gemeinsam 39 Prozent erreichen.

Die Linke kann einen Prozentpunkt zulegen und erreicht neun Prozent. Die Piraten halten sich bei sieben Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen vier Prozent.

Piratenpartei hat Zulauf aus allen Schichten

Dass sich eine Partei wie die Piraten derart schnell auf der Bundesebene festsetze, ist nach Einschätzung von Forsa-Chef Manfred Güllner ein Novum. Im Gegensatz zu den Grünen, die nur in einem Segment, dem Bildungsbürgertum, stark seien, hätte die Piratenpartei Zulauf aus allen Schichten, sagte Güllner dem "Stern".

Sollten die Piraten bei den bevorstehenden Wahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein in die Landtage kommen, wäre das „ein großer Schritt in Richtung Bundestag“. Aber auch ein Scheitern im Saarland oder Schleswig-Holstein müsse noch nicht das Ende ihrer bundespolitischen Träume bedeuten. In beiden Ländern liegt die Piratenpartei nach den letzten Forsa-Umfragen bei 5 Prozent.

Für den Wahltrend wurden 2.506 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 5. bis 9. März befragt.

dapd/ks