Wulff-Vertrauter

Glaeseker nutzte offenbar auch Gratis-Flüge

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Neben Gratis-Urlauben soll Partyveranstalter Schmidt Glaeseker auch Frei-Flüge mit der Air-Berlin-VIP-Card verschafft haben. Fünf seien es 2011 gewesen.

Gegen den ehemaligen Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, werden weitere Vorwürfe laut. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" profitierte Glaeseker von seiner guten Beziehung zum Partyveranstalter Manfred Schmidt stärker als bislang bekannt. Demnach erhielt Glaeseker neben Gratis-Urlauben von Schmidt auch Gratisflüge.

Allein 2011 sei Glaeseker in mindestens fünf Fällen umsonst geflogen, darunter in die Türkei und nach Mallorca, berichtet die "BamS". Dafür habe er Schmidts VIP-Karte von Air Berlin genutzt.

Zum Zeitpunkt der Freiflüge sei Glaeseker bereits im Bundespräsidialamt für Wulff tätig gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Glaeseker und Schmidt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung . Am Donnerstag hatte die Polizei bei ihnen Privat- und Geschäftsräume durchsucht.

Laut "BamS" war Eventmanager Schmidt einer von rund 100 Prominenten, die von Air Berlin eine goldfarbene "Counter Card Premium Plus" erhielten . Die Inhaber dieser VIP-Karte konnten die Flugverbindungen von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft weltweit jederzeit kostenlos nutzen, und zwar auch für Familienmitglieder und Freunde.

Die Airline übernahm für die VIPs auch die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei Inanspruchnahme der Freiflug-Karte. Der neue Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn stoppte im September das Gratis-Flug-Programm.

( AFP/tts )