Auftritt in Hamburg

Bettina Wulff hält Affäre um ihren Mann für beendet

Erstmals seit der Kreditaffäre hat sich Bettina Wulff wieder unters Volk gemischt. Beim Neujahrsempfang einer Hamburger Zeitung wünschte sie sich Ruhe für ihre Familie.

Die Frau des Bundespräsidenten, Bettina Wulff (38) , hat keine Berührungsängste mit der Axel Springer AG.

Trotz der Differenzen ihres Mannes Christian Wulff (52) mit der „Bild“-Zeitung war sie zur Überraschung Vieler am Montag prominenter Gast beim Neujahrsempfang des „Hamburger Abendblatts“, das wie "Bild" und Morgenpost Online beim Verlag erscheint.

Bettina Wulff mischte sich unter die Gäste der Veranstaltung in der Hansestadt und war gefragtes Motiv für die Fotografen. Lächelnd schüttelte die erste Frau im Staat unzählige Hände zur Begrüßung und bahnte sich ihren Weg durch die dichte Menschenmenge.

Der streitbare FDP-Fraktionschef im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, war beeindruckt: „Ich bin sehr überrascht, dass Frau Wulff heute hier ist. Das zeugt von Souveränität“, zitierte ihn "abendblatt.de".

Nach der Kredit- und Medienaffäre erhofft sich Frau Wulff, dass wieder Ruhe für ihre Familie einkehrt und sie gemeinsam mit ihrem Mann ihren Aufgaben nachgehen kann. Zur Affäre sei alles gesagt, gab " abendblatt.de " die Frau des Bundespräsidenten wieder.

Sie freue sich in Hamburg zu sein, „in einer Stadt, in der der Bürgersinn gelebt wird“, sagte sie. Sie wünsche sich, dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagierten.

Zu den Gästen aus Politik, Kultur, Medien und Sport gehörten auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sowie seine sozialdemokratischen Amtsvorgänger Henning Voscherau und Klaus von Dohnanyi.

Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) war ebenso gekommen wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Die EU war mit Kommissar Günther Oettinger vertreten.