Wahltrend

FDP stürzt wieder auf zwei Prozent ab

Foto: Getty Images

Wäre am Sonntag Wahl, käme die FDP nur noch auf zwei Prozent. Die Piratenpartei legt deutlich zu und nimmt Kurs auf einen zweistelligen Prozentwert.

Der Wirbel um den Rücktritt von Generalsekretär Christian Lindner hat die FDP in der Wählergunst weiter abstürzen lassen. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Partei nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Magazin „Stern“ und den Sender RTL nur noch auf zwei Prozent.

Die Liberalen verloren im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und stürzten damit zum dritten Mal in diesem Jahr auf diesen ab.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte, der Rücktritt habe die Anhänger verunsichert. Zudem löste er Spekulationen um die Zukunft des Parteichefs aus.

Forsa zufolge erteilen auch FDP-Anhänger der Parteispitze schlechte Noten: 50 Prozent gäben dem derzeitigen Personal und nicht dem Programm die Schuld für die Krise, sagte Güllner.

Auseinander gehen die Meinungen darüber, ob FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein besserer Parteichef wäre als Philipp Rösler. 34 Prozent würden Brüderle den Vorzug geben, 37 Prozent sehen in ihm nicht den besseren FDP-Chef. Bei den FDP-Wählern hingegen halten 48 Prozent Brüderle für geeigneter als Rösler.

Wieder zulegen konnte nach der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage die Piratenpartei: Neun Prozent würden sich derzeit für die Piraten entscheiden, das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Woche zuvor. Die Werte der meisten anderen Parteien blieben stabil. Die Union liegt mit 35 Prozent weiter vorn, die SPD bleibt bei 28 Prozent, die Grünen halten sich bei 14 Prozent. Die Linke sank um einen Punkt auf sieben Prozent.

Für die Umfrage wurden 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 12. bis 16. Dezember befragt.

( Reuters/dpa/AFP/mim )

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