In die Debatte über den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten hat sich jetzt auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeschaltet. Er sieht in dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück einen aussichtsreichen Bewerber, um die Sozialdemokraten in die Bundestagswahl 2013 zu führen.
„Steinbrück wäre ein sehr, sehr guter Kandidat“, sagte Schröder. Es sei jedoch Sache von Parteichef Sigmar Gabriel, den Bewerber vorzuschlagen, den er für richtig halte. An einen von den Grünen gestellten Kanzler glaubt Schröder „für die voraussehbare Zukunft“ nicht.
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur für die Sozialdemokraten bereits öffentlich signalisiert: "Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze".
Vertreter der Parteilinken hatten daraufhin moniert, die Debatte komme zur Unzeit. Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte Steinbrücks Vorstoß besonders scharf: „Selbstausrufungen sind in einer modernen demokratischen Partei wie der SPD aus der Mode gekommen“.
dpa/mcz




