Personalie Außenminister

Rösler erklärt Westerwelle-Debatte für beendet

Laut FDP-Parteivorsitzender Philipp Rösler ist Guido Westerwelle klar auf der Linier der FDP in außenpolitischen Fragen. "Deswegen gibt es überhaupt keine Notwendigkeit für Diskussionen", sagte Rösler. Offen ist, wie es nach der Berlin-Wahl weitergeht.

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Grünen-Chefin Claudia Roth sagte, der Bundesaußenminister solle der deutschen Politik einen Dienst erweisen. Ein Sprecher Westerwelles nannte Gerüchte über dessen Rücktritt "frei erfunden".

Video: Reuters
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FDP-Chef Philipp Rösler hat die Personaldebatte um Außenminister Guido Westerwelle für beendet erklärt. „Das Führungsteam der FDP besteht aus der Parteispitze, aus der Fraktionsspitze und den Regierungsmitgliedern in der jetzigen Konstellation und das wird auch in Zukunft so bleiben“, sagte Rösler am Dienstag kurz vor Beginn der Herbstklausur der FDP-Bundestagsfraktion in Bensberg bei Köln.

Er selbst habe als Parteivorsitzender in der vergangenen Woche klar die Linie der FDP in außenpolitischen Fragen vorgegeben. Westerwelle sei dieser Linie ebenso klar gefolgt. „Deswegen gibt es überhaupt keine Notwendigkeit für Diskussionen“, sagte Rösler.

Westerwelle hatte erst auf Druck von Rösler am Wochenende den militärischen Einsatz der Nato-Verbündeten bei der Durchsetzung der Libyen-Resolution gewürdigt. Zuvor hatte er den Eindruck erweckt, als hätten vor allem die von Deutschland unterstützten Sanktionen zur Niederlage von Machthaber Muammar Gaddafi beigetragen. Rösler hingegen hatte den Verbündeten öffentlich Dank und Respekt ausgesprochen und damit Westerwelle düpiert.

Die „Leipziger Volkszeitung“ berichtete derweil unter Berufung auf das Umfeld Röslers, Westerwelle dürfte nach der Berlin-Wahl am 18. September sein Ministeramt abgeben, wenn die FDP dort – wie nach Umfragen erwartet – schlecht abschneide.

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