Die Volkszählung im Jahr 2011 wird einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge deutlich mehr Kosten verursachen als ursprünglich geplant. Unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden berichtet das Blatt am Donnerstag, dass die Kosten von bisher veranschlagten 500 Millionen Euro auf über 700 Millionen Euro ansteigen würden.
Hintergrund sei der erhebliche Aufwand für die Kommunen bei der Vorbereitung und Durchführung des EU-weiten Zensus. Die Städte müssen demnach ihre Register auswerten, aber auch die Befragung von acht Millionen Bürgern und 17,5 Millionen Haus- und Wohnungseigentümern organisieren.
Dem Bericht zufolge streiten Bund, Länder und Gemeinden derzeit erneut über die Verteilung der Kosten. Der Städte- und Gemeindebund forderte eine deutliche Entlastung der Kommunen. Angesichts leerer Kassen sei „jeder Euro, der zusätzlich aufgebracht werden muss, schwierig“, sagte ein Sprecher. Der Bund will bislang lediglich gut 80 Millionen Euro Kosten tragen.
Der Fragebogen zur Volkszählung wird laut „Saarbrücker Zeitung“ derzeit an 6000 Bürgern getestet. Er ist demnach zwölf Seiten lang und umfasst 57 Fragen.
AFP/cn





